Schlösser und Burgen
   

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Schlösser und Burgen

 



Burgen und Schlösser
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Wasserschloss Hülsede

frühe Renaissance im Weserraum
Die vierflügelige Schlossanlage ist ein typisches Beispiel für einen Bau der frühen Renaissance im Weserraum. Ihr besonderer kunsthistorischer Wert liegt in der weitgehend original erhaltenen Bausubstanz des 16. Jahrhunderts. Das Wasserschloß mit seinen Hofgebäuden steht unter Denkmalschutz.

Baugeschichte

Familie von Rottorp

1310 Der Graf von Schaumburg belehnt die Rottorps mit dem Hof in Hülsede.

1519 Das vorhandene Steinhaus wird umgebaut. Es entsteht als Verteidigungsanlage mit Schießscharten der vordere Teil des linken Flügels. Ein Epithaph im Innenhof verweist auf den Erbauer und die Erbauungszeit: "Anno dmi M CCCCC XX IX Clawes van Rottorpe me figeri fecit".

1548 Die vierflügelige Gesamtanlage wird durch den berühmten Heerführer Clawes v. R. fertiggestellt. Dazu gehörten damals noch ein Außenwall, vier Ecktürme, eine Zugbrücke und ein zweiter Graben.

1584 Die Familie stirbt im männlichen Stamm aus. Ein Epitaph von 1587 in der St. Aegidienkirche zu Hülsede erinnert an Clawes v. R..

Familie von Mengersen

1584 Der Graf von Schaumburg und der Bischof von Minden belehnen Hermann v. M., Drost in Rodenberg und Sachsenhagen, mit dem Gut in Hülsede.

1600 Bis zu diesem Jahr werden das Torgebäude und der gegenüberliegende Wirtschaftsflügel aufgestockt. Weiterhin wird das Schloß um Hochrenaissancebauteile erweitert. Dazu gehören zwei Treppentürme, Arkaden im Torflügel und eine offene Galerie ("Trompetergang") im Innenhof sowie drei Außenerker.

Ein Epitaph von 1589 am großen Treppenturm verweist auf die Bauherren Hermann v. Mengersen und seine Frau Ilse v. d. Born.

1908 Das Lehen wird freier Besitz der Mengersens.

Familie von Bronsart

1970 Monika v. B., geb. v. Mengersen, übernimmt den Besitz. Seit 1979 wird das Schloß intensiv restauriert:

- Erneuerung der Sandsteindächer
- Errichtung eines neuen Dachstuhls und die Aufmauerung der Giebel im rechten Flügel
- Wiederherstellung der Erkerbekrönungen
- Restaurierungen von zwei Sälen, der Schloßküche und der Keller
- Teilrenovierung der Hofgebäude
- Aushebung der Gruft und die Instandsetzung der Umfassungsmauern
- Neuanlage des Parkes

(Quelle: Informationstafel am Objekt)




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