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Schloss Amelunxen


Der kleine Ort rund um Schloss Amelunxen entstand schon im frühen Mittelalter. Eine erste Erwähnung in einer Urkunde Karls des Grossen stammt aus dem Jahr 811. Es kann damit als gesichert gelten, dass es in dem Ort schon damals einen Gutshof oder einen kleinen Familiensitz gab. Bis sich aus den Herren von Amelunxen ein eigenes Geschlecht entwickelt, vergehen aber noch einmal 300 Jahre. Erst 1147 werden die Herren von Amelunxen zum ersten Mal erwähnt. Wie die Urkunden verraten, handelte es sich damals um mächtige Lehnsmänner des Abtes von Corvey. Die Bewohner von Schloss Amelunxen machten allerdings in erster Linie durch Raubrittertum von sich Reden.

Ab 1239 ist ein Rittersitz der Familie nachgewiesen. Ob es sich dabei um einen unmittelbaren Vorgänger des Schlosses Amelunxen handelt, ist aber unklar. Jenes wurde nämlich erst im Jahr 1554 durch Ludolf von Amelunxen errichtet. Im Verlauf des Dreissigjährigen Krieges wurden der Ort und das Schloss immer wieder geplündert und gebrandschatzt. Erst 1648 kehrte wieder Frieden ein. Obwohl der Ort zu neuer Blüte kam, wurde das Schloss fünfzig Jahre später an den Freiherrn von Wolff-Metternich verkauft, der damals Fürstbischof von Paderborn war. Später ging es in der Provinz Westfalen auf. Schloss Amelunxen befindet sich heute in privater Hand.

(rh)