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Burgen und Schlösser
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Schloss Bendeleben

Ritter Bentileibe und Bentileuben
Die erst urkundlich Erwähnungen erfolgte 870, in dem ein Mann mit dem Namen Dithart dem Kloster Fulda in der Bendeleber Markung einen Fischteich übereignete. Die Gemeinde ist geprägt von den Rittern Bentileibe und Bentileuben.

Erst im 16. Jahrhundert kommt der heutige Name Bendeleben zur Anwendung. Im Jahre 1249 die das Dorf aus dem Besitz der Thüringer Landgrafen in den des Landgrafen von Meissen über.

1337 schenkte Friedrich VIII., Graf von Beichlingen-Rothenburg, seiner Gemahlin den Ort zum Leibgedingen. Er bestimmte die Ritter Siegfried und Hermann von Bendeleben zu Burgmännern.

1433 kauft Martin vom Bendeleben Schloss und Dorf Bendeleben. 1588 wird die Kirche neu gebaut, der Kirchturm aber erst 1623 vollendet. Sie ist im Heiligen St. Pancratius geweiht. 1777 bis 1859 war Johann Günther Friedrich Cannabich 14 Jahre als Pfarrer in Bendeleben tätig. Er war einer der bedeutendsten Geographen seiner Zeit. Für seine Popularität ausserhalb der deutschen Ländergrenzen spricht die Tatsache, dass Napoleon beim Einmarsch in Thüringen mit dem Namen Goethe nichts anzufangen vermochte, sich jedoch nach dem berühmten Geographen Cannabich erkundigte.

1763 kaufte Geheimrat Freiherr Jacob von Uekermann das Rittergut, baute ein neues Schloss im heutigen Wirtschaftshof und liess ein Schlosspark mit ca. 21 ha anlegen.

1815 wurde Bendeleben preussisch und gehörte ab 1816 zum Fürstentum Schwarzenburg-Sondershausen.

1849 kaufte der Kaufmann Wilhelm Krause aus Braunschweig das Rittergut. Derer von Krause bauten 1860 das neue Schloß (heutiges Pflegeheim), welches sie bis 1945 bewohnten.

(Quelle: Verwaltungsgemeinschaft "Kyffhäuser")

Familie von Uckermann

Ganz gegen den damaligen Zeitgeist kaufte eine Frau, Johanna Christiana von Uckermann, Gemahlin des hessischen Geheimrates und Generalpostintendanten Baron Johann Jacob von Uckermann, 1772 das Schloss Weesenstein im Müglitztal.

Mitten in die Umbau- und Einrichtungsarbeiten an Schloss Weesenstein fiel der plötzliche Tod des Johann Jacob von Uckermann. Viele ungeklärte Fragen in der Familiengeschichte warfen damals Spekulationen auf. Zunächst war da der bemerkenswerte soziale Aufstieg der Familie von Uckermann. Dann kam der Umzu der Familie nach Sachsen dazu, obwohl die wirtschaftlichen Erfolge der Familie in Hessen erzielt wurden. Zudem war es damals sehr ungewöhnlich, dass eine Frau Besitz erwarb. Zum Schluß blieb auch der plötzliche Tode des Schlossherrn auf einer Reise nach Hannover unaufgeklärt. Der Volksmund erklärte sich diese Vorkommnisse damit, dass der Baron einen Pakt mit dem Teufel geschlossen hätte und von diesem heimgeholt wurde.

Johanna Christiana von Uckermann zog sich nach dem Tod Ihres Gatten auf das Schloss im thüringischen Bendeleben zurück. Von ihrem Sohn Johann Jacob II. wird überliefert, dass er sich der Wissenschaft verschrieben hatte. Seine Bibliothek, die später der Universität Leipzig überlassen wurde, umfasste rund 9.000 Bände.

(Quelle: www.schloss-weesenstein.de)



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