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Schloss LeyenburgHaus Kiekhorst bei Neukirchen / Vluyn
Hochherrschaftliches Rokokoschloss aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts, 1832 um ein Stockwerk erhöht. Die Stuckdekorationen und Interieurs (Vertäfelung, Spiegelwände) sind im Bereich des Altkreises Geldern einmalig.
(Quelle: www.rheurdt.de) Die Familie von der Leyen in der Stadt Krefeld und Umgebung 1656 Vertreibung aus Radevormwalde wegen des mennonitischen Glaubens und Flucht in das "freie" Krefeld. Dort führt Adolf von der Leyen die Herstellung und den Handel von Seidenwaren weiter, der in Radevormwalde abgebrochen werden mußte. 1720 gründet Peter v.d.Leyen die erste Nähseidenfabrik , es folgt 1724 die Gründung der ersten Seidenfärberei mit den Brüdern Johann, Friedrich und Heinrich. 1731 gründen die Brüder Friedrich und Heinrich eine neue Firma, die bereits 1763 die Hälfte der Krefelder Bevölkerung (6082 Einwohner) beschäftigt. Die Weltfirma Friedrich und Heinrich von der Leyen genießt zahlreiche Privilegien, so das preußische Seidenmonopol und sonstige Protektion durch die preußischen Könige, die ausgeprägt merkantil denken und gute Steuerzahler und eine florierende Wirtschaft schätzen. Der Bau zahlreicher Häuser und Fabrikgebäude in Krefeld, an der Friedrichstraße oder auch Haus Leyental folgen, einige Häuser überstehen die Zerstörungen des Zweiten Weltkrieges. Friedrich der Große und sein Stab logieren bei den Leyens nach dem Sieg über die Franzosen an der Hückelsmay 1772 wird Haus Kiekhorst bei Neukirchen - Vluyn als Landsitz erworben. Nach der Errichtung eines neuen Herrenhauses wird dieses "Leyenburg" genannt. 1794 im Oktober besetzen französische Revolutionstruppen Krefeld. Damit beginnt für die Krefelder Wirtschaft eine außerordentlich schwere Zeit wegen hoher Kriegslasten und Steuern und der Unterbrechung der Handelswege. 1795 das linksrheinische Preußen wird französisches Interessengebiet 1800 Friedrich - Heinrich von der Leyen wird Bürgermeister von Krefeld 1801 das Roer - Departement wird französisches Staatsgebiet, Krefeld wird zu einem Arrondissement mit einem Unterpräfekten. 1802 wird die Gewerbefreiheit nach französischem Recht in Krefeld eingeführt 1803 kauft Friedrich Heinrich das kriegsgeschädigte Gut und Schloß Bloemersheim bei Neukirchen-Vluyn 1804 kauft Friedrich Heinrich das säkularisierte und zerstörte Klostergut Haus Meer 1805 wird Friedrich Heinrich Deputierter der gesetzgebenden Versammlung in Paris 1815 nach der Franzosenzeit und der Kontinentalsperre können die Firmen nun wieder unter preußischer Herrschaft nicht mehr zu ihrer alten Blüte wieder entwickelt werden (Quelle: www.schloss-bloemersheim.de) Das Schloß wurde im Jahr 2001 von Martin Atock erworben und Haus und Park wurden aufwändig renoviert und restauriert. Daher geben die gezeigten Fotos nicht mehr den aktuellen Eindruck der Anlage wieder.
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