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Burg Schwalenbergoppidium Sualanberg
In der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts war es Graf Volkwin III. von Schwalenberg, der Stadt und Burg gründete. Bereits 1231 findet sich die Burg unter der Bezeichnung "oppidium Sualenberg" im Archidiakonatsverzeichnis wieder. Volkwin III machte Schwalenberg zu seiner Residenz, nachdem er das Stammschloss seiner Ahnen, die Oldenburg bei Marienmünster verlassen hatte.
Die Grafen von Schwalenberg gehörten im Mittelalter zu den gefürchtetesten Raubrittern von Norddeutschland. So waren sie auch beteiligt an der Verschwörung gegen den Erzbischof Engelbert von Köln, der einem Überfall zum Opfer fiel. Nach dieser Tat wurde den beiden Brüdern Volkwin und Adolf von Schwalenberg als Sühne der Bau einiger Klosteranlagen auferlegt. Daraufhin entstanden im Jahre 1228 das Kloster Mariental (im Waldeckschen) und das Kloster Falkenhagen (bei Lügde). In letzterem wurde Volkwin III nach seinem Tod um 1249 begraben. Etwa 100 Jahre später nach dem Tod Heinrich VII kamen grosse Teile der Grafschaft in den Besitz der Edelherren zu Lippe oder gingen an das Bistum Paderborn. Die ehemalige Burg war so nach dem Tod des letzten Schwalenberger Grafen dem Verfall preisgegeben. Erst Prinzessin Friederich (Friederike) zu Lippe richtete am Anfang des 20. Jahrhunderts die Burg als Paragialssitz wieder her. Nach der Zeit der Weimarer Republik wurde die Burg zunächst von 1938 bis 1945 als Müttergenesungsheim und anschliessend bis 1962 als evangelisches Kindererholungsheim genutzt. Seit dieser Zeit befindet sich nach umfangreichen Umbau- und Renovierungsmassnahmen 1971 übernahm die Familie Sual-Feuchter das Hotel, sie betreibt es auch heute noch. Das kleine Hotel beheimatet daneben ein Restaurant mit sehr schönem Ausblick und romatischen Rittermahlzeiten bei Kerzenschein. Schwalenberg ist heute ausserdem bekannt als Maler- und Künstlerstädtchen und Stadt der Trachtenfeste. (Gunter Wielage)
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