Archiv für die Kategorie ‘Allgemein’

Wasserbüffel für die Pfaueninsel

Freitag, Mai 21st, 2010

Aus Anlass des Luisenjahres werden erstmals nach 170 Jahren wieder Wasserbüffel auf der Pfaueninsel gehalten. Die Pfaueninsel in Berlin gehört zur Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg (SPSG). Schon 1803 bis wahrscheinlich zur Auflösung der Menagerie im Jahre 1842 wurden Wasserbüffel am westlich von der Meierei gelegenen Büffelteich gehalten. Vermutlich hat auch schon Königin Luise die mächtigen Tiere bewundern können.


© Bernhard Bekker – Fotolia.com

Bei den Büffeln handelt es sich um zwei Kühe und um zwei 5 Monate bzw. 3 Monate alte Kälber. Alle Tiere stammen aus einer Demeter-Zucht und werden von Sonja Moor aus Hirschfelde zur Beweidung der ca. 3 Hektar großen Hechtlaichwiese zur Verfügung gestellt. Die Maßnahme wurde zwischen der zuständigen Obersten Naturschutzbehörde Berlin und der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg (SPSG) abgestimmt und ist auf die Zeit vom 25.05. bis 31.10.2010 begrenzt.

Verzeichnis von Burgen und Schlössern

Mittwoch, Mai 19th, 2010

Das umfangreichste Verzeichnis von Burgen und Schlössern ist der sogenannte “DEHIO“. Dieses Werk, das offiziell “Handbuch der Deutschen Kunstdenkmäler” heißt, wurde von Georg Dehio begonnen.

1905 erschien die erste Ausgabe in fünf Bänden. Seitdem wird das umfassende Nachschlagewerk, das vor allem um Vollständigkeit bemüht ist, regelmäßig aktualisiert. Dabei werden aufgrund des ständig steigenden Umfangs auch neue Bände hinzugefügt.

Regelmäßigigkeit rechnet sich in diesem Fall aber nicht in Jahren, sondern Jahrzehnten. So wurde beispielsweise der Band “Nordrhein-Westfalen” 1967 in zwei Teilen herausgegeben: Rheinland und Westfalen. Die Aktualisierung dieser Ausgabe läuft im Moment.

2005 ist dann endlich der Band “Nordrhein-Westfalen: Band 1, Rheinland” herausgekommen. Band 2 ist aber bis heute nicht fertiggestellt. Erste Ankündigungen gaben grob das Jahr 2008 als Erscheinungstermin an. Dieser Termin wurde dann jährlich weitergeschoben. Aktuell ist der Band für Mitte 2011 angekündigt. Zeit spielt hier also kein Rolle, es geht allein um Gründlichkeit und Vollständigkeit.

Leider sind längst nicht mehr alle Bände des DEHIO beim Verlag erhältlich. Neu veröffentlichte Titel sind vielleicht innerhalb eines Zeitfensters von 10 bis 15 Jahren erhältlich. Die 2005 erschienenen Bände sind alle noch problemlos zu bekommen, die Bände von 1967 gibt es nur noch auf dem antiquarischen Markt. Die Bände von Baden-Württemberg, die um 1993 erschienen sind, sind auch (gerade noch) noch erhältlich.

Während das Verzeichnis ursprünglich als Handbuch der Deutschen Kunstdenkmäler angetreten war, sind heute auch Bände für Polen und Österreich.

Georg Dehio lebte von 1850 bis 1932 und ist damit seit über 70 Jahren tod. Das ist insofern interessant, denn 70 Jahre nach dem Tod des Urhebers erlischt in Europa das Urheberrecht am Werk. Das führt dazu, dass man zumindest den ersten Band kostenlos verbreiten darf. Er ersetzt zwar keine gedruckte Form, hat aber als PDF Einzug in das “Projekt Gutenberg” gefunden.

Werfen Sie hier einen Blick in die erste Ausgabe des DEHIO (Band 1, Mitteldeutschland) von 1914.

Ein typischer Eintrag aus dem DEHIO sieht wie folgt aus:

Schloß der Grafen v. Giech, kleiner Befestigungsbau mit
halbrunden Mauertürmen, z. T. mit Buckelquadern. Palas 1470.

Neben Schlössern werden natürlich noch alle anderen Kunstdenkmäler aufgelistet, also Burgen, Kirchen, Klöster, Rathäuser oder Stadtbefestigungen.

Schloss gesucht

Dienstag, Mai 18th, 2010

Wenn mein Mailabruf mal wieder etwas länger dauert und hakt, liegt das oft daran, dass ich Fotos zugesendet bekomme. Oft sind diese dann mit der Frage verbunden “Welches Schloss ist hier zu sehen?”. Und da ich bereits über 1.000 Schlösser und Burgen persönlich besucht habe, kann ich hier meistens weiterhelfen.

Häufig nutze ich als kleine Gedächtnisstütze meine Fotoübersicht, hier ist jedes Schloss mit einem kleinen Foto abgebildet. Beim Durchscrollen finde ich dann meist das passende Objekt.

Bei diesem Werk, das ich heute in meinem Maileingang hatte, wusste ich aber auch nicht weiter:

Das Bild ist übrigens unten rechts mit der Signatur “W. Heidkamp” versehen. Vielleicht haben Sie eine Idee? Dann melden Sie sich doch kurz bei mir.


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