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Geschichte von Wasserburg Vischering

Die Wasserburg Vischering bei Lüdinghausen wurde im Jahr 1271 errichtet. Bauherr war Gerhard von der Mark, der zu dieser Zeit Bischof von Münster war. Anlass für den Bau war offenbar eine Fehde zwischen dem Bischof und den Herren von Lüdinghausen. Die Wasserburg Vischering sollte also vermutlich in erster Linie befestigenden Charakter haben und die Region vor feindlichen Übergriffen schützen. Auch damals schon wurde die Burg als Wasserburg angelegt und in einer Gräfte versenkt. Dazu musste eigens ein Zufluss der Stever gelegt werden, der die Gräfte zu jeder Jahreszeit mit Wasser versorgen konnte. Zwar erlebte der Bischof noch die Fertigstellung, konnte sich an der Anlage aber nicht mehr lange erfreuen. Denn nur ein Jahr später verstarb er bereits. Er konnte die Burg aber noch als Lehen an Albert von Wulfheim übergeben, der gleichzeitig von ihm zum Drosten erhoben wurde. In diesem Amt war er Repräsentant des Bischofs und übernahm Verwaltungsaufgaben für den bischöflichen Hof.

Da das Amt erblich war nahm die Familie von Wulfheim im Jahr 1309 den Namen Droste zu Vischering an. Der Aufstieg der Familie, die auf der Wasserburg Vischering lebte, war damit besiegelt. Schon vorher war sie als Mitglied des Uradels eine der bedeutendsten Adelsfamilien der Region gewesen. Die Familie vergrösserte sich immer weiter. Die Burg blieb jedoch stets im Besitz der Hauptlinie der Familie. Erst um 1450 änderten sich die Besitzverhältnisse auf Burg Vischering. Während der Münsterischen Stiftsfehde, in der um die Nachfolge des münsteraner Bischofs gestritten wurde, waren die Burgherren gezwungen, einen Teil der Burg zu verpfänden oder zu verkaufen. Einen Teil davon erwarb Gerhard Morrien, dessen Tochter die Burg durch eine Heirat wieder in den Besitz der Familie Droste zu Vischering brachte. Dennoch fiel die Wasserburg Vischering nur wenige Jahre später, im Jahr 1481, an das Recklinghäuser Haus Beck.

1521 brannte die Wasserburg Vischering bis auf die Grundmauern nieder. Man beschloss, die Anlage wieder aufzubauen. Dabei wurde allerdings nicht der ursprüngliche Stil berücksichtigt. Stattdessen baute man sie im Stil der Renaissance, die zu dieser Zeit in ganz Europa populär war, wieder auf. Die ursprüngliche Wehrmauer, die den Brand weitestgehend unbeschadet überstanden hatte, wurde stellenweise durchbrochen und mit Kreuzstockfenstern besetzt. Dadurch erhielt die Wasserburg Vischering einen eher repräsentativen Charakter, womit sich auch die Funktion der Anlage veränderte. Aus der einstigen Wehrburg wurde sie zur Wohnburg weiterentwickelt. Als Material für den Wiederaufbau verwendete man den zur damaligen Zeit beliebten Baumberger Sandstein, der eine blassgelbe Farbe hatte und in einem angenehmen Kontrast zum rot geziegelten Dach stand. Auch die umliegenden Moore und Tümpel, die bei der Verteidigung der Wasserburg Vischering eine wichtige Rolle gespielt hatten, wurden zumindest teilweise trockengelegt und boten neuen Gärten Platz.

Es ist nicht genau geklärt, wann es geschah, doch spätestens im 19. Jahrhundert kehrte die Wasserburg Vischering in den Besitz der Drosten zurück. Die Familie brachte eine ganze Reihe berühmter Persönlichkeiten hervor, die zum Teil auch auf der Wasserburg Vischering gelebt hatten. Dazu gehören zum Beispiel Clemens August, später Erzbischof von Köln, Kaspar Maximilian, Bischof von Münster und Maria, eine selig gesprochene Nonne. Noch heute befindet sich die Wasserburg Vischering in Privatbesitz und wird auch heute noch von Angehörigen der Familie Droste zu Vischering bewohnt. Da nach dem schweren Brand die Räumlichkeiten zu Wohnzwecken umgebaut wurden, ermöglichte man es auch, die Anlage später zu vielen weiteren Zwecken zu nutzen. So befindet sich heute auf der Wasserburg Vischering nicht nur ein Münsterlandmuseum mit Ritterausstellung und wechselnden Wanderausstellungen. Es gibt auch ein Restaurant sowie zahlreiche, schöne Wanderwege, die um die Burg herumführen. Wenn die Museen geschlossen sind, kann man jederzeit die Aussenanlagen besichtigen oder eine Wanderung zum nahe gelegenen Schloss Lüdinghausen unternehmen.

(rh)


Heute lädt Wasserburg Vischering zu einer Besichtigung zu den angegebenen Öffnungszeiten ein. Im Gebäude befindet sich heute ein Museum. Zu Wasserburg Vischering liegen mir noch keine Informationen zu einem Hotel vor. Im Objekt ist keine Gastronomie vorhanden oder mir liegen keine Informationen über ein mögliches Bistro, Café oder Restaurant vor. Zu Wasserburg Vischering liegen mir keine Details zu einem Standesamt vor. Zu einer Kirche oder Kapelle direkt auf dem Gelände liegen mir keine Informationen vor.

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X 22.10.2013 16:48.01 Uhr