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Burg Kalsmunt


Kalsmunt ist eine bedeutende frühmittelalterliche Burganlage, die auf einem 256 Meter hohen Basaltberg über der Stadt Wetzlar liegt. Die Geschichte von Burg Kalsmunt reicht wahrscheinlich, wie die der Stadt Wetzlar, bis in das 8. Jahrhundert zurück; insbesondere aber die frühe Baugeschichte der Burg kann bisher wissenschaftlich kaum belegt werden. Eine Deutung von Kalsmunt als "Karls Munt", also als eine Vasallenburg Karls des Grossen, kann bisher sprachhistorisch ebenfalls weder be- noch widerlegt werden. Dass Kalsmunt heute als Reichsburg, also als Gründung eines Reichsoberhauptes, bezeichnet wird, geht wahrscheinlich auf Kaiser Friedrich I. Barbarossa zurück, der die Burg im späten 12. Jahrhundert ausbaute. Zwischen 1252 und 1257 wurden Burg Kalsmunt und die Stadt Wetzlar weiter befestigt.

Zu den wichtigen historischen Ereignissen der folgenden Jahrzehnte zählt insbesondere die Einkerkerung Tile Kolups, der sich als Barbarossa ausgab und in Wetzlar von König Konrad Rudolf von Habsburg festgenommen wurde. Die militärische Bedeutung von Burg Kalsmunt nimmt bis zu Beginn des 16. Jahrhunderts stark ab, so dass die Anlage spätestens im Besitz der Landgrafen von Hessen zur Ruine verfällt. Ein Ausbau der Reste von Burg Kalsmunt zur Festung Mitte des 18. Jahrhunderts wird aus Kostengründen aufgegeben und die Ruine ist seit 1803 Eigentum der Stadt Wetzlar.

(rh)