Schlösser und Burgen
   

Blog Blog

Deutschland Deutschland (809)
Baden-Württemberg Baden-Württemberg (50)
Bayern Bayern (100)
Berlin Berlin (1)
Brandeburg Brandenburg (1)
Bremen Bremen (1)
Hamburg Hamburg (0)
Hessen Hessen (161)
Mecklenburg-Vorpommern Mecklenburg-Vorpommern (15)
Niedersachsen Niedersachsen (114)
Nordrhein-Westfalen Nordrhein-Westfalen (252)
Rheinland-Pfalz Rheinland-Pfalz (0)
Saarland Saarland (0)
Sachsen Sachsen (16)
Sachsen-Anhalt Sachsen-Anhalt (34)
Schleswig-Holstein Schleswig-Holstein (7)
Thüringen Thüringen (57)
Deutschland Tschechische Republik (9)

Städte/Gemeinden Städte/Gemeinden

Postleitzahlen (PLZ) Postleitzahlen (PLZ)

Fotogalerie Fotogalerie

Burg Fürsteneck
Burgen und Schlösser Geschichte

Burgen und Schlösser Besichtigung, Museum

Burgen und Schlösser Hotel, Restaurant, Café

Burgen und Schlösser Fotos anschauen

Schlösser und Burgen

 



Burgen und Schlösser
Schlösser und Burgen


Burg Fürsteneck


Fürsteneck und die umliegenden Dörfer werden 845 dem Fuldaer Kloster im Tausch gegen drei Dörfer aus dem Württembergischen von Ludwig dem Deutschen überlassen. Die Burg bleibt bis zur Säkularisierung 1802 fast durchgehend im Besitz des Klosters Fulda.

Abt Heinrich V. Graf von Weilnau nimmt 1290 Berthold von Buchenau als Burgmann an. Gegen Ende des 13. Jahrhunderts wird die Burg, vermutlich unter dem Fürstabt Heinrich V. von Weilnau, als Grenzbefestigung des Hochstifts Fulda erbaut (Ersterwähnung 1309). Aufgrund unablässiger Geldsorgen wird das Amt Fürsteneck bis ins 16. Jahrhundert hinein an wechselnde Herren abgetreten, so u.a.:

1324 Verpfändung des Amtes an Berthold von Wiesenfeld

1358 Überlassung von Burg und Amt an Otto von Buchenau

1440 Verkauf des Klosters Hersfeld

1450 Verkauf von Burg und Umland für 910 Gulden an die "von der Tann"

1460 setzt der Fuldaer Abt Hans von der Tann als Amtmann auf Fürsteneck ein. Graf Heinrich von Henneberg scheitert 1463 bei dem Versuch, Burg Fürsteneck zu erobern. Das Kloster Fulda kauft 1532 die Burg zurück. Von da an sitzen nur noch fuldische Amtsleute auf Fürsteneck.

Zum Amt Fürsteneck gehören 1603 17 Orte: Arzell, Bodes, Betzenrod, Dittlofrod, Eiterfeld, Hausenmühle, Körnbach, Igelsrod (Wüstung), Leibolz, Leimbach, Malges, Mengers, Ober- und Unterufhausen, Oberweisenborn, Reckrod, Wölf.

Währen des Dreissigjährigen Kriegs wird die Burg stellenweise bis auf die Grundmauern zerstört. Die umliegenden Dörfer sind z.T. menschenleer. In Eiterfeld werden noch 3 männliche Bewohner registriert. Abt Adalbert von Schleifras erwirbt 1708 Burg Fürsteneck und baut sie wieder auf. Die Wappen des Fürstabtes von Schleifras zeugen von dem Neuaufbau. Die Ringmauer mit dem Burgtor stammt aus früherer Zeit.

Mit der Säkularisierung verliert Fürsteneck 1802 seine offizielle Funktion als "Amt" an Eiterfeld, das sich von nun an selbst verwaltet. Fürsteneck wird 1818 als Staatsdomäne verpachtet. Die Burg heisst jetzt: "Fürstenecker Herrschaftliche Meyerei" und wird zum landwirtschaftlichen Gut, dessen Äcker und Wiesen an die Untertanen gegen ein jährliches Bestandsgeld zu 1210 Gulden verpachtet sind.

Seit 1925 bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs leitet der Domänenpächter und spätere Kreisbauernführer Salzmann den Gutsbetrieb auf der Burg und macht sie zu einer Schaltzentrale nationalsozialistischer Umtriebe und Übergriffe im Kreis Hünfeld. So errichtet er mit anderen zusammen auf dem Marktplatz von Eiterfeld einen Galgen, an dem ein Schild mit der Aufforderung angebracht wird, drei jüdische Bürger von Eiterfeld zu hängen.

In den Jahren 1952 bis 1953 wird die heruntergekommene Burg durch die Initiative von Ministerialrätin Johanna Spangenberg, Professor Hermann Schafft und dem späteren ersten Schulleiter Gustav Huhn zur Heimvolkshochschule umgebaut. Als Architekt wird der dem Bauhaus nahestehende Otto Bartning gewonnen. Seit 2003 wird sie in allen Gebäudeteilen mit Unterstützung des Landes Hessen renoviert.

(Quelle: www.wikipedia.de)