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Burgen und Schlösser
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Schloss Imshausen


Inmitten der waldreichen Hügellandschaft zwischen den nordhessischen Städten Bebra und Sontra liegt das Dorf Imshausen. Durch einen Park gelangt man zum Herrenhaus und seinen Seitengebäuden.

Dies war lange Zeit der Imshäuser Sitz der Familie von Trott zu Solz. Das Herrenhaus wurde 1791, zwei Jahre nach der Französischen Revolution, von Rudolf von Trott zu Solz und seiner Frau Eleonore Christiane, geb. von Leyser, erbaut in deutlicher Anlehnung an den damals dominierenden französischen Baustil im Übergang vom Rokoko zum Klassizismus. Mit seiner gelb gestrichenen Fassade, die vertikal durch vier weisse Pilaster gegliedert ist, war es ursprünglich nach Norden orientiert.

Später wurde das Haus umgebaut und nach Süden ausgerichtet. Das linke Seitengebäude ist privat bewohnt, das rechte, 2004 nach dem niederländischen Generalsekretär des ökumenischen Rates der Kirchen Willem Visser’t Hooft benannten Haus wird von der Stiftung seit 1988 als Tagungs- und Begegnungshaus genutzt. Das Herrenhaus war von 1950 bis 1995 Sitz der Komunität Imshausen, die heute den Tannenhof oberhalb des Dorfes bewohnt. In den folgenden Jahren wurde es vom Ökumenischen Dienst genutzt.

Ende der neunziger Jahre wurde es komplett saniert und dient nun wie das Visser’t Hooft Haus der Stiftung Adam von Trott Imshausen e.V. als Begegnungs- und Tagungshaus.

(Quelle: www.stiftung-adam-von-trott.de)

Familie von Trott zu Solz

Trott zu Solz ist der Name eines alten evangelischen Adelsgeschlechts aus Hessen, das mit Ritter Hermann Trott, Burgmann auf der Reichsburg Boineburg, im Jahr 1253 urkundlich erstmals erwähnt wird. Mit ihm beginnt auch die direkte Stammreihe. Bis heute sind Mitglieder der Familie in die Althessische Ritterschaft eingebunden.

Kaiserliche Wappenvereinigung - jedoch keine bestehende Verwandtschaft - am 28. Februar 1586 in Prag mit dem aus dem Saalkreis stammenden Adelsgeschlecht von Trotha.

Die Familie hat ihren Stammsitz auf den Gütern Solz und Imshausen bei Bebra in Hessen.

Friedrich Adam von Trott zu Solz

Friedrich Adam von Trott zu Solz (* 9. August 1909 in Potsdam; + 26. August 1944 in Berlin-Plötzensee hingerichtet), Dr. jur., war ein deutscher Jurist, Diplomat und Widerstandskämpfer.

Gesellschaft Imshausen

Auf Initiative Werner von Trotts trafen sich zwischen August 1947 und Mai 1948 etwa 40 namhafte Persönlichkeiten aus allen vier Besatzungszonen und politischen Lagern, um im Geiste des europäischen Widerstands die Erneuerung Deutschlands zu diskutieren. Versammlungsort war das kurhessische Schloss Imshausen, der Sitz der Familie von Trott zu Solz.

Man suchte nach Möglichkeiten einer eigenständigen "Synthese zwischen Westen und Osten". Um der Initiative einen organisatorischen Rahmen zu geben, wurde die "Gesellschaft Imshausen" gegründet. Der frühere Zentrumsabgeordnete Dr. Carl Spiecker übernahm den Vorsitz. Zum Vorstand gehörten ausser ihm Werner von Trott, Bruder des Widerstandskämpfers Adam von Trott zu Solz, der Publizist Walter Dirks (Mitherausgeber der Frankfurter Hefte, der Arzt und Philosoph Wilhelm Kütemeyer sowie der Ökonom und Agrarexperte Artur von Machui.

(Quelle: www.wikipedia.de)