|
|||
|
|
Gut KempenPreussisch Kempenfeldrom
Veldrom / Feldrom / Kempen
Historisch gehörte Veldrom, das sich im Tal befindet, zum evangelischen Fürstentum Lippe; Feldrom, das am Eggehang liegt, und das Nachbardorf Kempen - früher auch Kempenfeldrom genannt - waren über Jahrhunderte nördlichster Zipfel des katholischen Fürstbistums Paderborn, mit dem sie 1802 an Preussen fielen. Das lippische Veldrom war bis 1922 eine Bauernschaft und von 1922 bis 1969 eine Gemeinde; das preussische Kempenfeldrom blieb bis 1970 eine Ortschaft. Die Gemeindereformer schlugen die zwei preussischen Dörfer Feldrom und Kempen dann dem Kreis Lippe zu - der Kreis Höxter erhielt dafür die einst lippische Exklave Grevenhagen mit Hohenbreden. Anfang des 15. Jahrhunderts gab es eine Glashütte, erste Wohnhäuser und vermutlich eine Töpferei. 1530 nutzte der Landesherr Graf Simon V. zu Lippe das Feld to Drome - oder je nach Schreibweise auch Velde to Drome - als Viehweide. 1533 bauten die Herren - unter Graf Simon VI. - einen herrschaftlichen Viehstall für die gut 200 Ochsen und Pferde. 1564 wurde eine Meierei errichtet, die Grundstein für den Bau weiterer Gehöfte war. Noch im 16. Jahrhundert begann der Bau einer Schule. In der Zeit der Reformation vertrat der Fürstbischof von Paderborn, Rembert von Kerssenbrock, die katholische Kirche. Im Jahre 1567 setzte er sich für einen Tausch zwischen Lippe und Paderborn ein: Feldrom, das bislang zu Paderborn gehörte, kam zu Lippe. Während die Protestanten nun in die evangelisch-reformierte Kirche in Horn liefen, wanderten die Katholiken über die Egge nach Sandebeck. Dieser Vertrag war bis 1808 gültig. Ende des 16. Jahrhunderts stritten Lipper und Paderborner erneut über ihre Grenze. Als im Jahre 1609 eine Mühle in Veldrom abbrannte, beschuldigten die Lipper den Vogt von Kempen, forderten Wiedergutmachung und stellten alle Grenzverhandlungen ein. (Quelle: www.wikipedia.de)
|
||