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Diebsturm


Der Diebsturm von Geisa gehört zur städtischen Befestigung, die im Jahr 1265 angelegt wurde. Der Ort selber war zu dieser Zeit schon mindestens 400 Jahre alt, bestand aber die meiste Zeit nur aus vereinzelten, kleineren Gehöften. Funktion des Turmes war es, die Gegend zu überwachen, um so möglichst schnell auf herannahende Feinde reagieren zu können. Gleichzeitig konnte er im Angriffsfall als Schützenturm verwendet werden. Die Stadtbefestigung wurde um 1594 erstmalig umgebaut. Das war nötig geworden, weil die Stadt sich immer weiter vergrössert hatte und darum einige Bereiche nicht mehr in die Mauer fielen. Darüberhinaus waren die Mauer, der Diebsturm und die übrigen Anlagen im Laufe der Jahrhunderte auch schon ein wenig zerfallen, so dass Renovierungsarbeiten dringend notwendig wurden. In die unmittelbare Nähe des Turms wurde um 1700 das Schloss von Geisa gebaut.

Nachdem die Stadttore in der Mauer im Jahr 1832 abgerissen worden waren, gab es 1858 ein großes Feuer, das einen beträchtlichen Teil der Stadt und auch ihre Befestigungsanlagen zerstörte. Der Diebsturm überstand das Feuer aber weitestgehend unbeschadet, da es in einem anderen Teil der Stadt wütete. Auch die östliche Mauer ist heute noch erhalten. Daneben gibt es noch drei weitere Türme in Geisa, die zumindest in Teilen erhalten werden konnten.

(rh)