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Schloss Bündheim
Bündheim wurde erstmals 1251 urkundlich genannt. 1572 wurde die Amtsverwaltung von Herzog Julius zu Braunschweig-Wolfenbüttel von der Harzburg nach Bündheim verlegt und ein neues Amtshaus errichtet.
Der Adelssitz aus dem 17. Jahrhundert dient heute kulturellen Zwecken. Harzburg ist nicht nur das älteste deutsche Gestüt, es gehört auch zu den ältesten Pferdezuchtstätten ganz Europas. Historischen Überlieferungen zufolge wurde es um das jahr 1413 gegründet, zu einer Zeit also, als die Braunschweigischen Herzöge endgültig in den Besitz der Harzburg gelangten. Die Herzöge brauchten Gestüte, um ihre Hofhaltung mit Pferden zu versorgen und ihre Wehrkraft zu stärken. Erstmals urkundlich erwähnt wurde es 1542. Seine Blütezeit erlebte das Gestüt, Heimat von Derbysiegern und Spitzengaloppern, Ende des 19. Jahrhunderts. In ersten Aufzeichnungen über die Pferdezucht im Amte Harzburg ist noch von „Wilden“ (Stuten) und ihren Fohlen die Rede, die an Walpurgis (nach altem Kalender der 11. Mai) auf die Waldweiden gebracht wurden, wo sie nicht selten Opfer von Wölfen wurden. So hielt ein Zeitzeuge schriftlich fest, dass die Raubtiere 1643 „Pferde fast bey 40 zerrissen haben“. Sieben Jahre später ordnete Herzog August an, dass die Pferde nicht mehr zur Winterfütterung verschickt, sondern in Harzburg bleiben sollten. Eine Massnahme, die später zu der Behauptung geführt haben mag, der Welfenherzog, Stammvater des Hauses Braunschweig, habe das Gestüt gegründet. In den Napoleonischen Kriegen wurden die Harzburger Stuten und Fohlen ins Gestüt Neuhaus im Solling, die Hengste ins Sababurger Gestüt ausquartiert. Nach dem Zusammenbruch der Herrschaft Napoleons (1815), während der der Amtshaushalt zur französischen Domäne und die Grundstücke des Gestüts und deren auf dem Grund und Boden des Amtshaushaltes stehenden Gebäude zu einer westfälischen Krondomäne erklärt wurden, stand der damalige, sehr erfolgreich tätige Leiter des Gestüts, Karl Florian von Thielau, vor dem Nichts, als dieses wieder eingerichtet werden sollte. Mit viel Eifer gelang von Thielau der Neuaufbau einer verbesserten Zucht. Nach von Thielaus Tod begann 1831 die Ära der Freiherren von Girsewald. Bis 1858 war Oberstleutnant Gustav Conrad von Girsewald Chef des Gestüts, dem Alexander (1858 - 1886) und Wilhelm von Girsewald (1886 - 1920) nachfolgten. 1861 kam das alte Amtshaus, das heutige Bündheimer Schloss, zum Gestüt, welches durch die Ergänzung um einen neu angelegten "Gestütspark" und eine Reithalle das jetzige Aussehen bekam. Neben dem Schloss wurde auch der so genannte "Lange Stall", gestern wie heute Keimzelle der Bündheimer Vollblutzucht, aus den Steinen der auf dem Burgberg über der Stadt gelegenen Harzburg errichtet, die nach dem Dreissigjährigen Krieg abgerissen wurde. (Quelle: www.vollblut.com)
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