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Burg BramburgGrenzsicherung zum Raubritternest
Die Bramburg, gelegen oberhalb der Weser nahe Hemeln, in unmittelbarer Nähe der frühmittelalterlichen sächsischen Hünenburg, bietet ein weiteres Beispiel des Wandels von der Grenzsicherung zum Raubritternest.
Die Burg ist im frühen 13. Jahrhundert als Corveyer Anlage genannt; Corvey war im Bramwald reich begütert. Zusammen mit dem Bramwald erwerben die Welfen 1279 die Burg und machen sie zur Grenzbefestigung; die Herren von Stockhausen, ihre engen Vertrauten, erhalten die Burg als welfisches Dienstlehen. Erstmals im Jahre 1452 richten vier westfälische Städte eine Klageschrift und Hilfeersuchen an Göttingen, die mächtigste Stadt in den südlichen welfischen Landen: sie beschweren sich über Strassenräuberei und unrechte Fehdeführung der Herren von Stockhausen. Die Verhältnisse bleiben unbereinigt, nach Überfällen auf Kaufleute aus thüringischen Städten entschliesst sich im Jahre 1458 Wilhelm III., Landgraf von Thüringen und Herzog von Sachsen, zu einer Strafexpedition. Über das Eichsfeld und quer durch das südliche Niedersachsen zieht er vor die Bramburg, belagert und erobert sie und zerstört sie zu beträchtlichen Teilen. Wieder instandgesetzt, diente die Burganlage noch rund ein Jahrhundert als befestigter Wohnsitz der Herren von Stockhausen, seit der Mitte des 16. Jahrhunderts verfiel sie; die Ruine befindet sich noch heute im Besitz der Familie von Stockhausen. (Quelle: Dr. Peter Aufgebauer, Institut für Historische Landesforschung http://cma.gbv.de/dr,cma,001,1998,a,07.pdf)
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