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Schloss NeuenburgNeuenburg in Freyburg an der Unstrut
Unweit von Naumburg an der Saale liegt hoch über dem Winzerstädtchen Freyburg die um 1090 vom Thüringer Grafen Ludwig dem Springer gegründete sagenumwobene Neuenburg, die Schwesternburg der Wartburg.
In ihrer hochmittelalterlichen Blütezeit wurde die Burg prachtvoll ausgebaut. Es entstand eine weitläufige Anlage mit repräsentativen Wohnbauten, mächtigen Türmen, gewaltigen Mauern und Toren. Architektonisches Kleinod ist noch heute die um 1180 errichtete Doppelkapelle mit ihrer aussergewöhnlichen Bauzier. Im Jahr 1131 erhielt der Sohn Ludwig des Springers, Ludwig I., die Würde eines Landgrafen von Thüringen. Seitdem entwickelte sich die Familie der Ludowinger zu einem der mächtigsten Reichsfürstengeschlechter. Grosse Namen wie der des Kaisers Friedrich Barbarossa, des Dichters Heinrich von Veldeke oder der Landgräfin Elisabeth von Thüringen sind beredtes Zeugnis einer glanzvollen Vergangenheit. Nach dem Aussterben der Ludowinger im Jahr 1247 kam die Neuenburg in den Besitz der Markgrafen von Meissen aus dem Haus Wettin. Umbauten zum Wohn- und Jagdschloss erfolgten im 16. Jahrhundert unter den Kurfürsten von Sachsen und im 17./18. Jahrhundert durch die Herzöge von Sachsen-Weissenfels. 1815 ging die Neuenburg in preussischen Staatsbesitz über. Sie begann ein beliebtes Ausflugsziel zu werden. Ein erstes Museum entstand 1935. Existenzgefährdend wirkte die Schliessung der Anlage von 1970 - 1989. Ab 1990 gelang es dann durch staatliches und privates Engagement, die Neuenburg wieder zu einem attraktiven Erlebnisort werden zu lassen. (Quelle: www.schloss-neuenburg.de)
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