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Haus SchmithausenRokokoschloss Schmithausen
Der Name "Schmithausen" bzw. "Smithuysen" ist erheblich älter als die bis Mitte des 18. Jahrhunderts existierende Wasserburg. Er bezeichnete einst einen wichtigen Handelsplatz in einer Entfernung von rund 400 Meter zum heutigen Haus Schmithausen etwa an der Stelle des heutigen Aldenhofes am Altrhein. Bis ins 13. Jahrhundert floss hier noch der Hauptstrom des Rheins, so dass Schmithausen ursprünglich am Rheinufer gelegen hat.
Die Gründung der Burg erfolgte im Jahr 1216 durch Ritter Heinrich von Schmithausen; einen steinernen Turm vermutet man bereits im 11. Jahrhundert. Seit dem Jahre 1237, als die Bürger von Emmerich einen Kanal bauten, ist es zu einer folgenschweren Rheinverlagerung gekommen. Der bisherige Hauptstrom verlor schnell an Wasser und begann sich zu verlagern. Warbeyen gelangte so vom rechten auf das linke Rheinufer. Die Folge war, dass im Jahre 1318 der Schmithausener Zoll nach Emmerich verlegt wurde. Die Hofstätten von Schmithausen nicht mehr als klevisches Lehen, wohl aber der benachbarte Aldenhof, seit 1393 im Besitz des Ritters Otto von Bellinghoven. Nach 1442 erfolgte eine Erbteilung; Burg, Vorburg und Wirtschaftsgebäude zieht der Herzog an sich und verlehnt sie an Graf Johan von der Tann. Im Jahre 1499, im geldern´schen Krieg, ist Schmithausen als die Xanten´schen Bürger, welche daselbst um im Dorfe Kellen in Besatzung lagen, dem Herzog von Geldern, Carl von Egmond, nachsetzten und mit Verlust von 70 Mann in die Flucht geschlagen wurden, von den Feiden, nebst Kellen, in Asche gelegt. Durch Verbindungen zum Niederländischen Königshaus bekam die Familie von Schmithausen 1510 die Burg wieder in Besitz. Haus Schmithausen blieb bis zur französischen Revolution ein landtagsfähiger Rittersitz. Nach der Schleifung der Burg wurde Haus Schmithausen im 18. Jahrhundert zu einem Rokoko-Schlösschen umgestaltet. Christian von Meyen, Direktor der höchsten preussischen Verwaltungsbehörde in Kleve, der "Kriegs- und Domänenkammer", begann im Jahre 1767 mit dem Neubau. Schon zwei Jahre später, offenbar noch vor Vollendung des Baues, verkaufte von der Meyen Schmithausen an den klevischen Geheimen Rat Casimir Bilgen. Bilgen war Leiter der Wasser- und Deichbaubehörde für den unteren Niederrhein. Bilgen ist es wahrscheinlich auch gewesen, der den "Gartensaal" im Erdgeschoss mit einer grossen Flusslandschaft rings an den Wänden ausmalen liess. (Quelle: www.wikipedia.de)
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