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Schwanenburg

het slot von Cleef
Die Schwanenburg als Wahrzeichen des Klever Landes prägt die Silhouette der Stadt. Die Klever Fürsten leiteten ihre Abstammung vom Schwanritter Elias her. Im 19. Jh. sollte dieser klevische Schwanritter mit Wagners Opernheld Lohengrin gleichgesetzt werden.

Heute befindet sich im Schwanenturm ein geologisches Museum. Ausserdem bietet sich hier ein eindrucksvolles Panorama über die Rheinebene. Der Blick reicht bis in die Niederlande.

Über dem Turmeingang prangt die Gründungsinschrift des ab 1440 anstelle eines 1439 eingestürzten "grauen Turms" erbauten "neuen" Turms. Die beiden Köpfe daneben stammen aus dem ersten Museum in der Burg, das Kammerpräsident Ernst Julius von Buggenhagen ab 1777 als "Clevische Antiquitäten-Sammlung" im "Antiquitäten-Saal" einrichtete.

In der Burg befinden sich auch die Amtsräume der Justiz, die nach Absprache zu besichtigen sind. Sehenswert sind die beiden Portale im inneren Burghof sowie der Gewölbekeller im Spiegelturm.

(Quelle: www.kleve.de)

Die Schwanenburg ist das Wahrzeichen der Stadt Kleve in Nordrhein-Westfalen nahe der niederländischen Grenze. Sie wurde vermutlich im 11. Jahrhundert durch die Grafen und späteren Herzöge von Kleve auf einem spornartigen Ausläufer eines Höhenzuges erbaut und ist somit einige der wenigen Höhenburgen am Niederrhein. Ihr Burgberg war namensgebend für die später entstehende Siedlung: Aus Cleef (für Kliff, Klippe) wurde Kleve.

Der Name Schwanenburg entstand erst in der Romantik des 19. Jahrhunderts, früher wurde die Anlage nur het slot von Cleef genannt, und auch wenn es der Name nahe legt, handelt es sich bei der Schwanenburg nicht um eine Burganlage, sondern durch Umbauten im 17. Jahrhundert um ein Schloss im schlichten Stil des Barock.

Im Jahre 1092 wird erstmals ein Graf Dietrich I. von Kleve urkundlich erwähnt, der sich wahrscheinlich nach seiner dort befindlichen Stammburg nannte. Um 1233 nahmen die Klever Grafen den Karfunkel in ihr Wappen auf und verwiesen somit auf den legendären Schwanenritter Helias als Stammvater. Diese Legende vom Schwanenritter war es, die im Mittelalter dem so genannten Schwanenturm und im 19. Jahrhundert der gesamten Burganlage ihre heutigen Namen gab.

Westlich der Anlage gründete Graf Dietrich V. die Siedlung Kleve und verlieh ihr am 25. April 1242 die Stadtrechte. Dietrich VIII. machte die Burg zum festen Regierungssitz seiner Grafschaft.

Als die Grafenfamilie 1368 im Mannesstamm ausstarb, kam die Grafschaft Kleve mitsamt der Schwanenburg als Erbe an die Grafen von der Mark. Adolf IV. von der Mark (auch Adolf I. von Kleve genannt) wurde 1417 von Kaiser Sigismund zum Herzog von Kleve ernannt.

Den Höhepunkt ihrer Macht erlebten die Herzöge jedoch erst im 16. Jahrhundert als Herrscher der Vereinigten Herzogtümer Jülich-Kleve-Berg, die zudem im Besitz der Grafschaften Mark und Ravensberg und kurzzeitig (1538 - 1543) auch des Herzogtums Geldern waren. Dies wirkte sich auch auf die Schwanenburg aus, denn nur noch selten weilte der herzogliche Hof in der Klever Residenz, meist hielt er sich in Düsseldorf, Jülich oder Hambach auf.

Mit dem Tod des kinderlosen Herzogs Johann Wilhelm kam die Schwanenburg durch Erbteilung an das Kurfürstentum Brandenburg, namentlich Johann Sigismund. Neben Berlin und Königsberg wurde Kleve dritte brandenburgische Residenzstadt.

Unter dem brandenburgischen Statthalter Johann Moritz von Nassau-Siegen erlebte die Schwanenburg ihre letzte grosse Blütezeit. Im Namen von Kurfürst Friedrich Wilhelm liess er Kleve zu einer Garten- und Parkstadt von europäischem Rang ausbauen.

In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts verlor die Stadt und somit auch die Burg ihre Bedeutung, weil der Unterhalt der grossen Anlage schlichtweg zu teuer war. Die Schwanenburg wurde nur noch zu Verwaltungs- und Justizzwecken genutzt. Während der französischen Zeit Kleves richteten sich dort französische "Besatzer" ein, denen 1821, nachdem Kleve dem Regierungsbezirk Düsseldorf zugeschlagen worden war, deutsche Beamte folgten. Noch bis 1917 diente die Burganlage als Gefängnis.

(Quelle: www.wikipedia.de)



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