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Schloss Rommershausen


Der Stadtteil wird geprägt von seiner Schlossanlage, dem ehemalige Gut mit Mühle, der Kirche und der bäuerlichen Siedlung. 1916 schlug im Interessentenwald von Rommershausen ein 63 kg schwerer Eisenmeteorit ein.

(Quelle: www.schwalmstadt.de)

Erbaut von Reichart Rinck, 1539 und 1549. Erweiterung 1672. Figürliche Reliefs von Philipp Soldan (Monogramm).

1535 erwarb Reichart Rinck (+ vor 1557) Besitz des aufgehobenen Klosters Haina (Sante). 1644 an die Familie von Hoff, später an die Schwertzell übergegangen.

Rommershausen ist durch den künstlerischen Aufwand des Flügels von 1549 bemerkenswert, der von einem der bekannteren Bildhauer Nordhessens angefertigt wurde, Philipp Soldan. Wenn man hier auch im Bereich provinzieller Kunstschöpfung bleibt, ist der Reichtum an Formen der frühen Renaissance neben solchen der Spätgotik bemerkenswert; diese Verbindung ist etwa auch für die frühe "Weserrenaissance" (Jörg Unkair in Schloss Neuhaus oder Detmold) kennzeichnend. Zudem scheint der Bauherr in den Reliefs einen Teil seiner Familiengeschichte aufgearbeitet zu haben, beziehen sich doch alle Bilder auf den Tod - Selbstmord? - der Ehefrau und die Bedeutung der Tochter, die an ihre Stelle tritt.

(Quelle: Germanisches Nationalmuseum, Nürnberg)

Im Staatsarchiv Marburg wird Rommerhausen erstmalig in 1243 unter dem Namen "Romershusen" erwähnt. Im Jahr 1360 heisst es dann "Romirshusin" und 1365 "Rumershusen", seit 1419 "Rommershausen". Am 3. April 1916 um 15:30 Uhr stürzte in einem Waldstück nahe Rommershausen ein exterristischer Eisenbrocken auf die Erde. Dieser wurde später nach seinem Fundort als Meteor von Rommershausen bezeichnet und ging in die deutsche astronomische Geschichte als größter nachweisbarer beobachteter Meteoriteneinschlag ein. Seit der hessischen Gebietsreform in den 1970er Jahren gehört es zu Schwalmstadt.

(Quelle: de.wikipedia.de)