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Schloss Wolframs-EschenbachDeutschordensschloss
Nachdem der Ritterorden um das Jahr 1212 hier Fuß gefasst hatte, erhielt er von Kaiser Ludwig dem Bayern im Jahr 1332 das Recht, aus Eschenbach "eine Stadt zu machen". Der ehemalige Stadtherr, der Deutsche Orden, wollte nach eigener Aussage "schöne Städte" und "köstliche Häuser" errichten. Konnten die Ordensherren in ihrem Kernland, in Preußen, längst planen, wie sie wollten, so stiegen sie innerhalb des Heiligen Römischen Reiches erstmals in Eschenbach zum uneingeschränkten Stadtherren auf und zeigten, was sie konnten.
Anfang des siebzehnten Jahrhunderts fasste der Deutsche Orden die Idee ins Auge, Eschenbach zu einer kleinen Neben- und Sommerresidenz auszubauen. Im Geist der Renaissance rückte man neben den Kirchenbau das Zeichen weltlicher Macht. Teilweise in den Kirchhof hinein, südlich vor den "Zehntstadel" von 1596/97, plazierte man 1623 das "Deutschordensschloss". Die dreigeschossige Schauseite des Schlosses demonstriert wie keine andere Fassade im Ort herrschaftlichen Glanz. Gleich einem romantischen Zitat von Burgtürmen und Ritterlichkeit, kragen ab dem zweiten Geschoss schlanke, kantige Ecktürme mit Zwiebelhauben hervor; im Gegenzug laufen mehrere waagerechte Gesimse quer über die Front, während oben ein geschwungener Giebel thront. Die Balance aus vertikalen und horizontalen Elementen, die Ordnung von Symmetrie und Proportion: alles sorgt für vornehme Stimmigkeit. In der Mitte des dritten Geschosses erkennt man das Prunkwappen des Hoch- und Deutschmeisters, des Erzherzogs Karl von Österreich (Quelle: www.wolframs-eschenbach.de)
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