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Roter TurmÖstlicher Bergfried der Stauferpfalz
Dieser Turm war einst der östliche Eckpfeiler der Kaiserpfalz. Bei der Beschießung der Stadt während des 30jährigen Krieges brannte er völlig aus; dabei wurden der obere Aufbau und das Dach sowie alle Zwischendecken zerstört. Der Turm in seiner jetzigen Form ist 23 Meter hoch. Man erkennt drei Bauperioden, und zwar die untere aus Sandstein-Buckelquadern, die zweite aus Tuffstein, die dritte (ein gotischer Aufbau) aus einfachem Kalksteinmauerwerk. Die beiden unteren Bauabschnitte gehören in die romanische Zeit. Die Entstehung des Roten Turmes fällt in die Zeit um 1200. An der Nordseite zum Neckar hin gewahrt man Balkenlöcher mit verkohlten Holzresten. Aus diesen Löchern ragten einst Balken hervor, die eine Altane bildeten. Auf ihr ging wohl ein Wachtposten hin und her.
Um diesem Posten das Gehen zu erleichtern, sind die Steine oberhalb der Altane glatt behauen. Innerhalb dieser glattbehauenen Fläche sitzt die eigentliche Eingangstür mit Rundbogen. Ursprünglich konnte man diese Tür nur vom Wehrgang aus erreichen. Abgesehen von den beiden Decken, die über den unteren Geschossen während des Krieges 1939/45 zu Luftschutzzwecken eingezogen wurden, und der neu angelegten Aussichtplattform, ist der Turm noch in demselben Zustand, in welchem er sich nach dem Brand von 1647 befand. Im späten Mittelalter, als die Stadt ringsum befestigt wurde, ging man wohl daran, dieses Dach abzureißen und den Turm um etwa 4 m zu erhöhen. So entstand auf dem alten romanischen Mauerwerk ein neuer Wehrgang mit sieben Schießscharten, wie sie noch heute erhalten sind. Sein Name "Roter" Turm deutet auf die roten Dachziegel hin, die das gotische Dach abdeckten. Erwähnenswert ist noch, dass im Keller des Turms der Zugang zu einem unterirdischen Gang gefunden wurde, dessen weiterer Verlauf noch nicht ermittelt werden konnte. Die Wehrmauern unterhalb des Roten Turms wurden in den letzten Jahren restauriert. (Quelle: www.badwimpfen.de)
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