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Schloss LiebenauGutshof mit Herrenhaus auf den Resten einer Wasserburg
Im Jahre 1293 wurde Liebenau erstmalig urkundlich erwähnt und gehörte damals dem Ritter Spiegel vom Desenberg. In diese Zeit dürfte auch die Verleihung der Stadtrechte fallen.
Früh tritt dieser Raum in das Licht der Geschichte. Schon Tacitus beschreibt die Landschaft als das Grenzgebiet der Cherusker, Chatten und Fössen. Sie waren Nachbarn, die auch Fehden und Kriege führten. In Niedermeiser erinnert der Name "Fössenberg", auf dem auch noch Reste von Befestigungsanlagen zu ahnen sind, an diese Zeit. Auch das "Sassental" bei Zwergen will weiter an die Nachbarschaft der Sachsen erinnern. So war der Raum Liebenau von ältester Zeit an ein Grenzgebiet, eine "Vierländerecke", wo die Chatten, die Cherusker, Sachsen und Fosi sich berührten. Mit wechselndem Druck lastete der Begriff des Grenzlandes auf den Bewohnern des Stadtgebietes. Hart war die Zeit der Kriege zwischen dem Bischof von Paderborn und dem Landgrafen von Hessen. Sogar 1945 bekam Liebenau als Grenzbahnhof zwischen britischer und amerikanischer Zone eine besondere Bedeutung. (Quelle: Stadt Liebenau) Auf den Resten einer abgegangenen Wasserburg (erbaut um 1293) erbauter Gutshof mit Herrenhaus. Burg um 1465 im Krieg zwischen Paderborn und Landgraf Ludwig II. von Hessen zerstört, um 1572 verfallen. Im Besitz Herren von Desenberg, Herren von Löwenstein-Westerburg, von Pappenheim, Paderborn.
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