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Schloss Ringenberg
Im Jahr 1229 wurde der Name des Ringenberger Schlosses erstmals urkundlich erwähnt.
Begründer des Hauses war Sueder III., Spross des Geschlechts derer von Dingden, die sich als Vasallen des Bischofs von Münster selbst als Freigrafen von Dingden "de Ringelbergh" bezeichneten und bereits vom Jahr 1242 an den Namen "von Dingden" ganz wegließen. Im 14. Jh. war das "municipium" Ringenberg infolge der Eheschließungen zwischen Beatrix de Ringelbergh und Luf von Cleve klevisch geworden. Um Ringenberg in das Netz klevischer Burgn einzugliedern und über seine strategische Funktion auch als klevischer Standort mit eigener Infrastruktur auf der Landkarte zu manifestieren, ließ Graf Dietrich IX., der Schwager der Beatrix de Ringelbergh die Burg zur Residenz erweitern und den dazugehörigen Ort durch "Kolonisten" besiedeln. Er wählte dazu vier holländische Familien aus, die sich in der Trockenlegung der Sumpfgebiete in der Grafschaft Geldern bereits bewährt hatten, und gleiches nun auch in Ringenberg vollführen sollten, um die Umgebung des Schlosses bewohnbar zu machen. Ein Amtsbrief vom 14. Oktober 1437 verpflichtete den zuständigen Amtsmann von Ringenberg dazu, die Wehrhaftigkeit des Hauses stets mit zehn Mann Personal zu garantieren, darunter ein Pförtner, zwei Wächter und ein Torhüter, der stets am Tage auf dem Turm sein sollte. Nachts musste der Turm - per Dekret - mittels zweier Wächter geschützt sein. Der niederländisch-spanische Krieg zog Stadt und Burg Ringenberg gegen Ende des 16. Jh. dann erstmals schwer in Mitleidenschaft. (Quelle: Infotafel am Objekt) Um 1223 bauten die Herren von Dingden im sumpfigen Gelände des Isselbruchs an der Grenze zwischen den Gebieten des Bischofs von Münster und des Herzogs von Kleve ein festes Burghaus. 1329 warben sie vier Niederländer als Fachleute für Trockenlegung an, die mit ihren Familien nach Ringenberg übersiedelten. Die Kolonisten legten Gräben und Wälle an, die noch heute die Struktur des Dorfes bestimmen. Als Gegenleistung für ihre Arbeit erhielten sie Land sowie eine eigene Gerichtsbarkeit und Verwaltung. 1350 - 1620 war Ringenberg Amtsburg des Herzogtums Kleve. 1629 - während des Dreißigjährigen Krieges - wurde die Burg von den Niederländern vollständig zerstört. 1648 erhielt der niederländische Oberst Jacob von Spaen für seine Verdienste Ringenberg als Mannslehen. Zusammen mit seinen Brüdern Alexander und Bernhard I. baute er auf den Resten der alten Wehrburg das heutige Schloss im schlichten Barockstil wieder auf. Das Schloss wechselte mehrfach den Besitzer, bis es 1924 die Familie von Plettenberg kaufte. 1968 gründete der Galerist Bodo Bratke die Derik-Baegert-Gesellschaft mit dem Ziel, im Nordflügel des Schlosses ein Atelierzentrum für junge KünstlerInnen zu unterhalten. Als Namenspatron wählte Bratke mit dem Weseler Maler Derik Baegert (1440-1515) einen der renomiertesten Vertreter spätgotischer Kunst der Region. 1979 wurde das Atelierzentrums eröffnet. 1987 fasste der Rat der damaligen Gemeinde Hamminkeln den Beschluss, das Schloss zu erwerben und zu renovieren. 1995 konnte die Derik-Baegert-Gesellschaft nach Abschluss der Sanierungen zusätzlich den Südflügel sowie Teile des Mittelbaus übernehmen (Quelle: www.schloss-ringenberg.de)
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