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Schloss HirschhornHirschhorn, die Perle des Neckartals
Ein Ritter von Steinach erbaut um 1200 die Kernburg auf dem "Hirzhorn" und führt den Namen danach; frühgotischer Palas; 1350 Burgkapelle geweiht; nach 1391 Burgerweiterung; 1583/86 Renaissancebau, heute Hauptteil; 1632 Aussterben der von Hirschhorn, Burg an Kurmainz, 1803 an Hessen.
(Quelle: Infotafel am Objekt) 10.9.1391 König Wenzel genehmigt den Brüdern Hans V., Albrecht und Eberhard von Hirschhorn, "das Dorf um der Hirtzhorn der Vesten gelegen zu einem Stetlein" zu machen. Die auf der Hirschhorner Gemarkung gelegenen Dörfer Ersheim, Ramsau, Krautlach und Weidenau werden bald aufgegeben, da die Einwohner in den Schutz der neuen, planmässig angelegten, befestigten Stadt übersiedeln. Unter dem Schutz der Ritter gelangt die Stadt zu Wohlstand. Fischerei und Flößerei werden die bedeutendsten Gewerbe der Stadt 1404 Verleihung eines Wochenmarktes durch König Ruprecht 25.07.1406 Erster urkundlicher Nachweis des Stadtsiegels 1413 Erstnennung der Hirschhorner Vorstadt mit einer Badestube 1556 Das sogenannte Hinterstädtchen wird durch Feuer fast vollständig vernichtet. 1558 Zählt man in Hirschhorn 117 Häuser, 134 Bürger, im Jahre 1600 ca. 200 Hofstätten. 1565 Der Eisgang auf dem Neckar reißt Teile der Stadtmauer nieder. 1632 Mit dem Tode Friedrichs von Hirschhorn verliert Hirschhorn seine Zentrumsfunktion mit Neuverteilung der ausgedehnten Ländereien. Das Städtlein wird in die Wirren des 30-jährigen Krieges hineingezogen, kommt als heimgefallenes Lehen in Kurmainzer Besitz, das die Neckarstadt an den Kölner Hofbeamten Rudolf Raitz von Frentz weiter verpfändet. Rücksichtslose Ausbeutung durch die Pfandherren, Pest ( 1635 ). Gegenreformation und die Kriege Ludwigs des XIV. von Frankreich bringen die Stadt in völlige Armut, von der sie sich nach Beendigung der Verpfändung ( 1700 ) unter Kurmainzer Herrschaft langsam erholt. 1802/03 Hirschhorn fällt an Hessen Darmstadt. Wird 1821-32 eigener hessischer Landratssitz und 1865 endgültig dem Kreis Heppenheim/Bergstraße eingegliedert. 1841 Beginn der Dampfschiffahrt auf dem Neckar, 1878 der Kettenschleppschiffahrt, die die bisherige wirtschaftlich unrentable Treidelschiffahrt ablöst. 1849 Gefechte zwischen Hanauer Turnerwehr, badischen Freischärlern und Bundestruppen in und um Hirschhorn 1879 Betriebsbeginn der Neckartalbahn 1892 Einweihung der neuerbauten evangelischen Kirche 1914 Erste private Stromversorgung in Hirschhorn 1933 Einweihung der Neckarstaustufe und der neugebauten Neckarbrücke nach 1945 Flüchtlinge, vornehmlich aus dem Sudetengebiet, finden in Hirschhorn eine neue Heimat 1959 Eröffnung des Schloßhotels; Erweiterung der Schleuse als Doppelschleuse 1960 Hirschhorn wird anerkannter Luftkurort 1972 Die Gemeinde Langenthal wird Hirschhorner Stadtteil. 1981 Städtepartnerschaft mit der französischen Stadt Château Landon 1976/82 Großprojekt Brücke-Tunnel-Brücke mit Verkehrsübergabe am 17.9.1982 1985 Beginn der Altstadtsanierung. 1993 Jahrhunderthochwasser des Neckar (Quelle: www.hirschhorn.de)
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