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Ruine Hinterburg
Die Vierburgenstadt Neckarsteinach liegt an einer der malerischten Stellen im Neckartal.
Die älteste Burg die Hinterburg, wurde um 1100 von Bligger I. von Steinach erbaut (Bligger: abgeleitet von "blinkender Ger" = Speer). Während der älteste Sohn jeweils die Stammburg erbte, sahen sich die jüngeren Geschwister genätigt eigene Burgen zu bauen. So entstanden in friedlicher Nachbarschaft um 1160 die Mittelburg, um 1200 die Vorderburg und um 1230 Burg Schadeck, wegen seiner Lage auf einem steil abfallenden Felsvorsprung auch "Schwalbennest" genannt. 1653 erlosch dieses Geschlecht und die Burgen gelangten an die Freiherrn von Metternich. Heute befinden sich die noch bewohnte Vorder- und Mittelburg im Besitz der Metternischen Erben von Dorth, während die Ruinen dem Land Hessen gehören. (Quelle: Infotafel am Objekt) Sie ist die älteste der vier Burgen und die Stammburg der Edelfreien von Steinach. Mit ihrem Bau wurde nach 1100 begonnen, als ihr erster Burgherr gilt Bligger I.. Aber erst sein Sohn Bligger II., der Minnesänger, baute sie zu einer monumentalen Stauferanlage aus, die ein regelmässiges Fünfeck bildet. (Über die Bedeutung Bliggers II, siehe auch Geschichte). Original aus der Bauzeit erhalten und mit Buckelquadern ungewöhnlich aufwendig gemauert ist der ca. 20m hohe Bergfried mit bis zu 3 m dicken Mauern und dem einzigen Zugang in ca. 12m Höhe. Der heutige Treppenaufgang und die Aussichtsplattform entstanden erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Die schönen gotischen Fenster in der südlichen Ringmauer sind Zeugen eines schon recht aufwendigen Palas aus der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts. Bis zum Ende des 16. Jahrhunderts erfolgten weitere Umbauten, Veränderungen und Befestigungen. Das schöne Sandsteinrelief mit der Jahreszahl 1556 unterhalb der Treppe zeigt links das Harfenwappen des Neckarsteinacher Landschads Hans Pleikard und rechts das Rabenwappen seiner Frau Anna Elisabeth von Helmstadt. Der mittelalterliche, voll ausgemauerte Brunnen im Burghof wurde 1978 bis auf 23 m Tiefe ausgegraben und dabei in 18 m Tiefe eine begehbare Abzweigung in Richtung Mittelburg festgestellt. Die Ruine ist ebenso wie die Burgruine Schadeck Eigentum des Landes Hessen. (Quelle: www.neckarsteinach.com) Direkter Kontakt mit der Stadtführererin: Frau Elisabeth Hinz, Telefon: 06229/609
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