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Schloss Moritzburg
Während der grossangelegten Umbauten des Moritzburger Jagdschlosses unter August dem Starken entstand 1728 am Endpunkt der mittleren von insgesamt neun radial verlaufenden Sichtschneisen durch den Friedewald eine Fasanerieanlage, die der Zucht von Jagdfasanen für die königliche Tafel diente. Im 7-jährigen Krieg (1756-63) wurde dieser Garten verwüstet.
Nach der Regierungsübernahme des jungen Kurfürsten Friedrich August III. 1768 begann man im Folgejahr mit dem Wiederaufbau der Anlage. Oberkammerherr und Jugendfreund des Kurfürsten, Camillo Graf Marcolini pachtete den Garten und ließ für den Kurfürsten ein Sommerschlösschen über dem alten Fasanenhaus errichten. Architekt war Johann Daniel Schade. Der Bau entstand zwischen 1770 bis 1776 in chinoisen Formen. Dazu kamen Vogel-volieren wie das sogenannte Garnhaus, eine Brunnenanlage, die Buchstabenhecke, das Wohnhaus des Grafen Marcolini, Getreidescheunen sowie Stall- und Wagenschuppengebäude. 1775/76 wurden die Mole mit Leuchtturm, der Hafen sowie die Dardanellen angelegt. Eine Fregatte zum Segeln auf dem Bärnsdorfer Großteich lief vom Stapel. Zwei künstliche Inseln baute man auf dem Teich, deren größere die Eremitage mit dem Bad der Kurfürstin beherbergte. Nach 1815 wurde die intensive Fasanenhaltung eingestellt und nur noch die Schauvolieren mit Edelfasanen und anderen exotischen Vögeln beibehalten. Bis 1945 gehörte der Fasanengarten dem ehemaligen sächsischen Königshaus. Durch die Bodenreform erfolgte die Aufteilung des Gartens in unterschiedliche Besitzverhältnisse. Heute unterhält der Freistaat Sachsen durch den Schlossbetrieb Moritzburg einen bedeutenden Anteil der Flächen und ist bemüht, die historischen Strukturen des Landschaftsgartens zu rekonstruieren. Die Restaurierung des Fasanenschlösschens wird im Jahre 2004/05 abgeschlossen sein. (Quelle: www.schloss-moritzburg.de)
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