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Veste Wachsenburg


Die Veste Wachsenburg - ehemals Sitz des berüchtigten Raubritters Apel von Vitzthum, der im Jahre 1472

Die Erbauung der Wachsenburg erfolgte wahrscheinlich um 950 durch die Reichsabtei Hersfeld zur Sicherung ihres umfangreichen Besitzes im Arnstädter Gebiet. 1140 erfahren wir erstmals urkundlich von der Wachsenburg durch die Nennung eines Adelher von Arnstadt, der als Ministeriale und Burgmann der Hersfelder Abtei dort gesessen hat. Im Kampf zwischen den Hohenstaufen und den Welfen erfolgte 1204 durch Philipp von Schwaben die Einnahme der Burg. Nach dem Tode Günther VIII. von Käfernburg (1302), der als Besitzer der Wachsenburg fungierte und keine männlichen Erben hatte, verkauften seine Schwiegersöhne die Burg 1306 an Graf Günther XII. von Schwarzburg. Unter ihm erlebte sie bis 1369, bis zum Verkauf an den Landgrafen von Thüringen, eine regelrechte Glanzzeit. Siebzig Jahre später befand sich die Burg als Pfand in der Hand Apels von Vizthum, genannt der "Brandschatzer von Thüringen". Da er über alle Maße sein Unwesen trieb, wurde die Wachsenburg vn den Städten des Thüringer Städtebundes, Erfurt, Mühlhausen und Nordhausen, belagert und eingenommen. Seit 1485 war sie Verwaltungsmittelpunkt des Amtes Wachsenburg, 1617 erfolgte die Vereinigung mit dem Amt Ichtershausen. Daraufhin war die Burg dem Verfall preisgegeben.

Neun Jahre nach der Inbesitznahme durch Herzog Ernst den Frommen von Sachsen-Gotha, im Jahre 1640, begannen erste Restaurierungsmaßnahmen. Außerdem richtete man eine Arrestanstalt für Militärpersonen ein. Von 1651 bis 1659 trieb man den 93 Meter tiefen Brunnen in den Berg. Im 19. Jahrhundert erfolgten größere Umbauten; 1905 eine gründliche Überholung der Burg und der Neubau des Turmes.

(Quelle: www.muehlberg-online.de)