Schlösser und Burgen
   

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Schloss Buchenau

Sitz der Ritterschaft Buchenau
Eine der ersten Erwähnungen des Gebietes findet sich in den forestischen Urkunden 980. Hierin werden Nutzungsrechte an Jagd- und Siedlungsgebieten festgelegt. Dort wird der forestis Branvirst an die fuldische Abtei verliehen, die damit bestimmte Rechte über das Gebiet erlangte.

1217 wird erstmalig ein Buchenauer in den Urkunden erwähnt.

1397 wird Buchenau als fuldisches Gebiet erwähnt als Eberhard von Buchenau das Gebiet an die Abtei abgibt und als Lehen zurückerhält.

Der grosse Vorteil von Buchenau war, dass es am äußeren nördlichen Randes des fuldaer Klostergebietes lag. Da die Abtei Fulda südlich ausgerichtet war (nach Würzburg), interessierte dieses abgelegene Gebiet wenig. Ebenso das Kloster Hersfeld, hinter dessen südlicher Grenze Buchenau liegt, war durch dessen nördlicher und östlicher Ausrichtung wenig an dieser Gegend interessiert.

Im Schutz dieser Interesselosigkeit konnte sich die Ritterschaft Buchenau gut entwickeln. Somit wurden im 15. - 17. Jahrhundert viele Reichtümer angehäuft. Die Besitztumer umfassten Liegenschaften und Rechte in einem sehr großen Gebiet. Von Gerstungen im Nordosten bis Schlitz im Südwesten waren Besitztümer vorhanden. Auch die Beteiligung an 26 Fehden im Zeitraum zwischen 1378 bis 1495 zeigt wie die Ritterschaft bemüht war Ihren Besitz und Einfluß zu mehren.

Im 17. Jahrhundert verlor Buchenau an Einfluß durch die größer werdende Macht des hessischen Landgrafen und dessen Vordringen in Hersfelder Gebiete. Im 16. Jahrhundert war die Familie so zahlreich geworden, daß Sie außerhalb Ihrer Burg die obere Burg und das Schloss bauten. Das Geld hierzu liehen Sie sich von dem Fürstabt zu Fulda indem Sie 3/8 Ihres Vermögens verpfändeten. Dieser kaufte diesen Teil später, tauschte Ihn aber dann mit Wolf Christoph Schenck zu Schweinsberg gegen dessen Besitz am Schloss Burghaun. Ab da waren Schloss und Obere Burg im Besitz der Familie von Schenck zu Schweinsberg.

Anfang des 19. Jahrhunderts starb das Geschlecht der Buchenauer im Mannesstamme aus und die Besitztümer erbten die Familie von Seckendorf, in welche Eine von Buchenau eingeheiratet hatte. Die Familie von Seckendorf bewohnt noch heute die unteren zwei Schlösser. (Seckendorfschloss und Spiegelschloss)
Die Familie Schenck zu Schweinsberg verkaufte Ihren Besitz ein paar Jahre nachdem der letzte in Buchenau lebende Hans Schenck zu Schweinsberg 1912 starb.

Das Gelände kaufte 1924 Herrmann Lietz und errichtete hier ein Landerziehungsheim. Dieses Heim wurde 1984 geschlossen und umgebaut zu einem Umsiedlerheim welches 1999 geschlossen wurde. Seit 2000 wird das Schloss nun als Herberge und Gruppenreiseziel genutzt.

(Quelle: www.schloss-buchenau.de)