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Burg Friedestrommittelalterliche Zollfeste am Niederrhein
Die Befestigungsanlage Zons, die sowohl die Stadt als auch die Burg einschließt, wurde als trapezförmiges Rechteck (Seitenlängen von ca. 310 x 260 m -7,1 ha) angelegt. Der Rhein- oder St. Petersturm und der Krötschenturm an der Nordseite sowie der Mühlenturm und der Schloßturm mit Eisbrecher an der Südseite bilden als Wehr- und Wachtürme die vier Eckpunkte dieser Stadtanlage.
1.-3. Jhd Römerzeit. Funde von Urnengräbern und Villenresten. 7. Jhd Fränkische Besiedlung. Funde von Grabbeigaben im Burgbereich. 11./12. Jhd Kirche mit Friedhofsanlage im Burghof. 1289 Schlacht bei Worringen. Zerstörung der Zonser Burg durch Kölner Bürger 1372-73 Rheinzollverlegung von Neuss nach Zons und Stadterhebung unter dem Namen "Friedestrom" durch Erzbischof Friedrich von Saarwerden. 1463-64 Verpfändung von Zons an das Kölner Domkapitel durch Mißwirtschaft des Erzbischofs Dietrich von Moers 1475 Neusser Krieg. Kaiser Friedrich III. im Heerlager bei Zons. 1574-77 Zonser Schweinefehde. Versuch der Besitznahme durch Erzbischof Salentin von Isenburg. 1582-89 Kölnischer (bzw. Truchsessischer) Krieg. Zons Zankapfel nach Religionswechsel von Erzbischof Gebhardt Truchsess von Waldburg. 1620 Großer Stadtbrand. Zerstörung fast aller Häuser 1623 Pestepidemie. Tod von über 600 Einwohnern. 1642 Im Dreißigjährigen Krieg: Jan von Werth im Heerlager bei Zons. 28.9.1646 Beschuß mit 671 Kanonenkugeln durch die Hessen 1784 Größte Hochwasserkatastrophe durch den Rhein, 1794 Einzug der französischen Revolutionstruppen. Folge: Anschluß des Linksrheinischen an Frankreich. Auch die Zonser werden für 15 Jahre französische Staatsbürger 1802 Enteignung des kirchlichen Besitzes. Ende der Herrschaft des Kölner Domkapitels über die Stadt, damit auch der Sondergeschichte von Zons. 1803 Verkauf der Burg, später auch von Zollturm und Zollhaus, 1975 Eingemeindung nach Dormagen, 601 Jahre nach der Stadterhebung, unter dem Namen "Feste Zons" später "Stadt Zons" (Quelle: www.zons.de)
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