Schlösser und Burgen
   

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Burgen und Schlösser
Schlösser und Burgen


Obere Sachsenburg

Burgruinen an der Thüringer Pforte
Sachsenburg
Obere und Untere Sachsenburg

Die beiden Burgruinen wurden an der so genannten Thüringer Pforte, dem als Zugang zum Thüringer Becken wichtigen Durchbruch der Unstrut zwischen Hainleite und Schmücke, errichtet.

Bereits in der Vor- und Frühgeschichte wurde der Platz genutzt, wie ausgedehnte Wallanlagen im Umfeld der Burgen und des Ortes belegen. Die obere und die untere Sachsenburg, letztere auch Hakenburg genannt, werden erstmals Mitte des 13. Jahrhunderts erwähnt. Nach dem Aussterben der Ludowinger sicherte sich Graf Siegfried von Anhalt den strategisch bedeutsamen Platz. Er errichtete die obere Burg, die untere Burg war vermutlich schon vorhanden. Der erste wettinische Landgraf von Thüringen, Heinrich der Erlauchte, Markgraf von Meißen, forderte 1249 die Schleifung der neu errichteten Burg. Da es zu einer Einigung kam, konnte Graf Siegfried von Anhalt die Burgen jedoch behalten. Ob Rudolf von Habsburg und Adolf von Nassau tatsächlich Kämpfe um die Burgen gegen 1290 und 1297 veranlassten, bleibt unklar.

Aus dem Besitz der Grafen von Anhalt gingen die Burgen durch Heirat nach 1316 an die Grafen von Hohnstein und 1335 die Grafen von Beichlingen über. Anfang des 15. Jahrhunderts fielen die Burgen an Landgraf Friedrich I. von Thüringen. 1539 wurde die obere Sachsenburg an Hans von Bendeleben verliehen, die untere Burg wurde sächsischer Amtssitz. 1628 wurde die obere Burg aufgegeben. Die untere Burg blieb bis um 1800 Amtssitz, wurde teilweise abgetragen und verfiel zur Ruine. 1815 wurden der Ort und die Burgen preußisch. In der oberen Burg wurde 1890 der Palas zu einer Ausflugsgaststätte ausgebaut, die 1945 zerstört wurde.

Die obere Sachsenburg umgibt teilweise ein tief in den Felsen geschlagener Ringgraben mit Vorwall. Das Burgplateau war ehemals durch einen Graben in Haupt- und Vorburg geteilt. Die Ruinen des Bergfrieds und des Wohnbaus sind erhalten. Der Bergfried, der vermutlich aus der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts stammt, ist 20 Meter hoch. Die Mauern des dreigeschossigen rechteckigen Wohnbaus erheben sich bis zu einer Höhe von 16 Meter. Die untere Sachsenburg steht auf der Spitze eines Bergsporns. Die trapezförmige Burg wird von einer Mantelmauer eingefasst. Der quadratische Bergfried hat eine Höhe von 22 Metern. Ein weiterer Turm stand in der Nordostecke der Burg. Die gesamte Südostfront der Burg nahm ein 48 Meter langes Gebäude ein, von dem die Keller erhalten sind.

Am 1. Januar 2002 wurden die Sachsenburgen in das Eigentum der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten übertragen.

(Quelle: www.thueringen.de)