Schlösser und Burgen
   

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Burgen und Schlösser
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Schaumburg

Das ganze Ländchen gleicht einem prachtvollen Garten
Die Burg, die dem Schaumburger Land den Namen gibt, wurde Anfang des 12. Jhd. auf den Ruinen einer älteren Befestigung gebaut. Sie war Sitz der Grafen zu Schaumburg. Nach der Teilung der Grafschaft 1648 in einen hessischen und einen lippischen Teil wurde die Schaumburg bis 1821 Verwaltungssitz der hess. Grafschaft Schaumburg für Justiz und Steuern. Danach wurde sie bedeutungslos und verfiel. 1907 schenkte Kaiser Wilhelm II. Fürst Georg zu Schaumburg-Lippe den Sitz seiner Vorfahren zur Silberhochzeit. Der Fürst ließ die Schaumburg restaurieren und in den heutigen Zustand umbauen.

Der "Dicke Turm" (Georgsturm)

Vermutlich am Ende des 14. Jahrhunderts von Graf Otto I. als Torturm errichtet. Um die Burg besser verteidigen zu können führte der Zugang zum Innenhof ursprünglich durch den Turm hindurch.

In der Zeit nach dem "Dreissigjährigen Krieg", die Schaumburger Grafen waren inzwischen ausgestorben, verfiel die Burganlage und auch der "Dicke Turm" stürzte ein.

1907 wurde die Schaumburg, sie war inzwischen in Preussischen Besitz gelangt, von Kaiser Wilhelm II. seinem Verwandten Fürst Georg zu Schaumburg-Lippe zur Silberhochzeit geschenkt. Sogleich begann der Wiederaufbau der Burg. U.a. wurde der "Dicke Turm" wieder auf seine Höhe von 30 Metern gebracht.

Zu Ehren von Fürst Georg, der während der Bauarbeiten verstarb, taufte man ihn nun "Georgsturm".

(Quelle: Information am Objekt)

"Das ganze Ländchen gleicht einem prachtvollen Garten, und das freundliche Guten Morgen einer Schar Kirchgängerinnen in vollem altertümlichen Sonntagsputze versetzt uns in das Land unserer kindlichen Traumwelt", schreibt der Architekt Conrad Wilhelm Hase im Jahre 1855 nach einer Reise durchs Schaumburger Land in seinen Erinnerungen. Und ähnlich mag man wohl auch noch rund 140 Jahre später empfinden, wenn man oben auf der Schaumburg steht und hinunterschaut auf das Land, das einem Bilderbuch gleicht, wobei man allerdings nicht vergessen sollte, daß die gute Sicht, die man von der Schaumburg ins Land hat, in grauer Vorzeit lebenswichtig war. Die Burg, die auf dem Nesselberg, einem südlichen Ausläufer der Weserkette, steht, beherrscht weithin das Tal der Weser, dem sie ihre Südflanke zuwendet. Es ist ein zur Hauptburg gehörender zweigeschossiger Palas, das sogenannte Schloß. Die Schaumburg gehört zu allen Jahreszeiten zu den markanten Punkten des Schaumburger Landes. Sie ist das Wahrzeichen des Landes und das seit weit über 800 Jahren. Denn spätestens seit dem ersten Drittel des 12. Jahrhunderts ist sie der Stammsitz der Grafen von Schaumburg, die dann später, im 13. Jahrhundert, bei der Binnenkolonisation des Oberwesergebietes, Ostholsteins und Mährens eine bedeutende zivilisatorische Rolle spielten. Im Jahre 1640 starb die Hauptlinie der Schaumburger aus, die Grafschaft wurde geteilt, und die Burg wurde hessisch. Später ging sie in den Besitz Preußens über und wurde zu Beginn dieses Jahrhunderts von Kaiser Wilhelm 11. dem Fürsten von Schaumburg-Lippe zur Silberhochzeit geschenkt. Die Fürsten besitzen die Burg auch heute noch. Von der mittelalterlichen Anlage der Burg stehen übrigens noch drei der ursprünglich vier Türme. An der Burg ist mehrfach gebaut worden, zuletzt zu Beginn des 20. Jahrhunderts.

(Quelle: www.schaumburg.de)



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