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Schloss Karlsruhevon einer Stadt mit sternförmigen Grundriss geträumt ...
Im Hardtwald eingeschlafen, habe der Markgraf von einer Stadt mit sternförmigen Grundriss geträumt, in deren Mittelpunkt sein Schloss stand: Karlsruhe. Der Bau des Schlosses ist sehr eng mit der Stadtgründung von 1715 durch Karl Wilhelm verknüpft.
Einzigartig daran ist die Wahl eines unbebauten Geländes, inmitten eines Waldes, welches für Schloss, Gartenanlage und Stadt genug Raum bot. Der Bau umfasste in der Höhe zwei Stockwerke und Mansarden im Dachgeschoss. An das Ost-West orientierte Corps de Logis schlossen sich nach Süden lange Seitenflügel an. Nördlich des Corps de Logis stand frei ein siebenstöckiger, achteckiger Turm, der nur durch drei übereinanderliegende, offene Holzgalerien mit dem Hauptbau verbunden war. Mit dem Antritt der Regentschaft von Karl Friedrich beauftragte er Albert Friedrich von Keßlau, der den neuen Schlossbau in engem Einvernehmen mit seinem Lehrmeister La Guépière aus Paris konzipierte und der 1770 beendet wurde. Auffälligste Neuerungen waren die größeren Fenster und Türöffnungen und vorgeschobene Pavillonbauten an den Nahtstellen zwischen Mitteltrakt und Flügeln. Der Stil der Innendekoration wandelte sich mit der Zeit vom Rokoko zum Klassizismus. Unter Großherzog Friedrich wurden 1853 - 1856 die Räume mit Empire-Dekoration im Stil des zweiten Rokoko der ursprünglichen Ornamentik wieder angeglichen. Der große Festraum des Schlosses war der im Zentrum zwei Stockwerke einnehmende Marmorsaal, dessen Wände Stuckmarmor überzog. Der Thronsaal fand erst 1855 seinen endgültigen Platz im Erdgeschoss des Ostflügels zum Garten hin. Die zentrale Fläche des Schlossplatzes gewährt ungehinderten Blick auf das Schloss, seit 1988 durch die kleine Fontäne des Brunnens in der Mitte mehr belebt als unterbrochen. Als Abschluss zu dieser Anlage reichen sich rechts und links barocke mythologische Figuren von 1760 ein. Rechts und links von der flächigen Gestaltung der zentralen Achse folgen Lindenreihen. Sie schließen die eigentlichen Kleinode des Schlossplatzes ein, die Anlagen um die Najadenbrunnen (geplant von Friedrich Dyckerhoff 1814 - 1816, ausgeführt von Alois Raufer), im englischen Stil, mit vielen seltenen Bäumen aus der ganzen Welt. Der Schlossgarten wurde unter Karl Wilhelm durch den Kunst- und Lustgärtner Christian Thran 1731 - 1746 im französischen Barockstil angelegt. Besonders bemerkenswert sind die vielen seltenen Bäume, Plastiken vom Barock bis zur Moderne, Denkmäler und Brunnen aus den verschiedenen Epochen. Nach der Abdankung des Großherzogs Friedrich II. wurde das Schloss 1919 zur Unterbringung des Badischen Landesmuseums bestimmt. Diese Aufgabe erfüllt es bis heute, auch nach dem Wiederaufbau des 1944 zerstörten Palastes. (Quelle: www.karlsruhe.de)
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