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Schloss SchwetzingenBarock, Rokoko, Klassizismus
Im Jahre 1350 wird in Schwetzingen erstmals urkundlich ein ritterliches Wasserschloss erwähnt. Es bestand aus einer kleinen ummauerten Anlage mit Bergfried auf einer Insel des Leimbachs. Die Besitzer, die Familie von Schomberg, hatten dem Pfalzgrafen Ruprecht ihr Schloss zur Verfügung gestellt.
Im Dreißigjährigen Krieg wurde das unter Kurfürst Ludwig V. von der Pfalz (1508-1544) weiter ausgebaute Schloss verwüstet und wieder aufgebaut. 1689 ging auch dieses Schloss im Pfalz-Orleansschen Krieg in Flammen auf. Der Wiederaufbau unter Kurfürst Johann Wilhelm war bald darauf, 1701, abgeschlossen. 1711 bis 1713 erhält das Schloss mit der Anfügung der Communs-Bauten zur Stadt hin den Charakter einer moderneren Dreiflügelanlage um einen Ehrenhof. In den folgenden Jahren wurde unter Kurfürst Carl Philipp (1658-1742) auch der Garten neu angelegt und in einem weiten Halbkreis 1718 mit einer Orangerie geschlossen. Bald jedoch vernachlässigte der Kurfürst zugunsten seines ehrgeizigen Mannheimer Schlossprojekts die kurfürstliche Sommerresidenz. Erst Carl Theodor (1724-1799) wandte sich dem Schloss wieder zu und entfaltete eine rege Bautätigkeit: Er ließ als Ersatz für die verfallene Orangerie den nördlichen Zirkelbau des Schlosses anfügen. Unter Carl Theodor erlebte Schloss Schwetzingen die Zeit seiner größten Blüte; man nannte es das "pfälzische Versailles". Die Räume des Schlosshauptbaues wurden 1975 - 1991 restauriert. Dabei wurden die Veränderungen des 19.Jahrhunderts entfernt und die Räume wieder in den Zustand versetzt, den man nach den Inventaren des 18.Jahrhunderts etwa für 1775, die Zeit Herzog Carl Theodors, feststellen konnte. (Quelle: www.schloesser-magazin.de)
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