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Schloss Arnsberg
Die Grafen von Werl-Arnsberg verlegten um die Wende des 11./12. Jahrhunderts ihren Sitz nach Arnsberg und ließen auf einem Berg ein Schloß errichten. Urkundlich wird es zuerst 1102 erwähnt. Graf Friedrich der Streitbare (1092 - 1124), dessen Ansehen und Macht einen glanzvollen Höhepunkt erreichten, gilt als der bedeutenste der Grafen von Arnsberg. Nach seinem Tode ging die Grafschaft Arnsberg durch Erbfolge auf seinen Schwiegersohn, den niederländischen Grafen Gottfried I. von Cujk, über. Dessen Sohn, Graf Heinrich I., stiftete 1170 das Norbertinerkloster Wedinghausen zur Sühne für den Mord an seinem Bruder Friedrich, den er wegen Erbstreitigkeiten erbarmungslos im Schloßkerker verhungern ließ.
Graf Gottfried IV., der letzte seines Stammes, übertrug 1368 die Grafschaft Arnsberg an das Erzbistum Köln. Nunmehr war das Schloß eine der residenzen der Erzbischöfe von Köln, die gleichzeitig Kurfürsten des Hl. Römischen Reiches deutscher Nationen waren. Arnsberg wurde Hauptstadt des Herzogtums Westfalen. Kurfürst Salentin von Isenburg ließ 1575/78 das Schloß grundlegend umgestalten. Im 30-jährigen Kriege diente es meistens kaiserlichen Truppen als Stützpunkt. Kurfürst Max Heinrich veranlasste 1661 eine durchgreifende Erneuerung. Unter Kurfürst Clemens August wurde das Gebäude 1730 - 1734 nach Plänen des bedeutenden Baumeisters Johann Schlaun im renaissancestil völlig umgebaut. Im 7-jährigen Krieg wurde es 1762 in Brand gecshossen und zerstört.
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