Schlösser und Burgen
   

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Burgen und Schlösser
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Burg Everstein


Die Burg Everstein wurde 1242 durch Graf Gottfried III. von Arnsberg mit Bergfried, Burghaus und Toranlage gegründet.

Um 1577 flankierten zwei Rundtürme das zweigeschossige Schloß.

Die bis 1975 selbständige Stadt Eversberg wurde im Zuge der sprunghaft steigenden Städtegründungen des 13. Jahrhunderts im Jahre 1242 von Graf Gottfried III. Von Arnsberg als Festungsstadt gegründet. Ziel des Grafen war, durch starke Festungsstädte seine Grafschaft gegen die umliegenden Territorien des Erzbischofs von Köln zu sichern. Innerhalb der bewehrten Stadtmauern befand sich eine Burg, von der heute nur noch die Ruine des Bergfrieds, daran anschließende Grundmauern und ein Turmstumpf der der ehemaligen Burgmauer erhalten. Die Ruine wurde in den letzten Jahren zu einem Aussichtsturm ausgebaut.

Die Stadt erhielt bei ihrer Gründung Stadtrecht nach Lippstädter Muster, sie besaß eigene Gerichtsbarkeit, das Münzrecht und freie Marktnutzung. Den Bürgern wurden Holz- und Weidenutzung im nördlichen Arnsberger Wald zugewiesen. Der noch heute erkennbare Grundriß der Stadt folgt dem lippischen Straßenschema: eine Mittelstraße und dazu parallele Straßenzüge wurden an den Enden zusammengeführt, alle Straßen führen zum Marktplatz unterhalb der Burg, wo sich das Rathaus befand.

1368 verkaufte Graf Gottfried IV. von Arnsberg seine Grafschaft an das Erzstift Köln, so dass Eversberg kurkölnisch wurde. Die Soester Fehde von 1444-1449 zog auch Eversberg durch Einfälle der Hessen in Mitleidenschaft. 1471 wurde die Befestigung der Stadt eneuert, verfiel aber im 16. Jahrhundert. Die Hälfte von Schloß, Stadt und Amt Eversberg wurde 1477 an Graf Bernhard VII. zur Lippe verpfändet, der Burg und Stadt bis 1481 besetzt hielt und die Hessen aus der Stadt vertrieb. Erneute Schwierigkeiten ergaben sich durch die religiösen Auseinandersetzungen seit der Reformation, als der Erzbischof Gebhard von Köln 1582 zum reformierten Bekenntnis übertrat und aus seinem Erzbistum ein weltliches Fürstentum machen wollte. Eversberg widersetzte sich zusammen mit weiteren 16 Städten. Der Streit endete erst 1584 durch den Einmarsch des neuen Erzbischofs Ernst von Bayern in Kurköln. Im 30jährigen Krieg und im 7jährigen Krieg wurde Eversberg von durchziehenden Truppen mehrmals geplündert und gebrandschatzt. Während des 30jährigen Krieges und danach 1668 wurde Eversberg von der Pest heimgesucht; die Kapelle des Hl. Rochus entstand in diesem Zusammenhang. 1803 fiel das Herzogtum Westfalen und mit ihm Eversberg im Zuge der Säkularisation und Mediatisierung an das Großherzogtum Hessen, wurde jedoch bei der Neuordnung Europas und Deutschlands auf dem Wiener Kongress 1815 Preußen angegliedert.

(Quelle: www.ammermann.de)