Schlösser und Burgen
   

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Schloss Imbshausen

englische Neugotik
Das heutige Schloss Imbshausen wurde in den Jahren 1862-1864 errichtet. Seit dieser Zeit ist es in seiner äußeren baulichen Ansicht kaum verändert worden. Es hat den Krieg ohne größere äußerliche Schäden überstanden. Im Innern ist es jedoch je nach Nutzung und Gebrauch durch den jeweiligen Besitzer immer wieder umgestaltet worden. Bevor das heutige Schloss errichtet wurde, existierten zahlreiche Vorgängerbauten, und schon viele Schlossherren lebten in Imbshausen.

Der Name Imbshausen ist eng verbunden mit dem Geschlecht der Immendinger, ein Thüringer Grafengeschlecht. Der erste Schlossherr war Meinwerk von Immendingen (975-1036), der ab 1009 Bischof von Paderborn war. Kaiser Heinrich II. soll Pfingsten 1015 seinen Schulfreund Meinwerk in Imbshausen besucht haben. Demzufolge muss die Burg damals stattliche Ausmaße gehabt haben. Nach dem Tode Meinwerks fällt Imbshausen bis 1803 in den Besitz des Bistums Paderborn. Nach der Säkularisierung 1803 fällt der Besitz des Gutes an Hannover und 1857 ging das Gut in Besitz von Adolf II. Freiherr von Stralenheim. In den Jahren 1862-1864 erteilte er dem Baumeister Johannes Rasch den Auftrag, den Neu- und Umbau des Schlosses vorzunehmen. Der Neubau wurde im Stil der englischen Neugotik auf den Grundmauern errichtet. Deshalb sind Teile der Kellergewölbe aus älterer Zeit bis heute vorhanden. Im Zuge des Neubaues wurde der Wassergraben zu einem Teich umgestaltet, der das Schloss auf zwei Seiten begrenzte und 1973 zugeschüttet wurde. 1945 musste die Familie von Stralenheim das Schloss räumen. Nach den Amerikanern zog eine polnische Schule ein. Bereits 1950 pachtete die Evangelisch-lutherische Landeskirche Hannover das Schloss und richtete ein Predigerseminar ein. 1964 schenkte der Baron von Stralenheim das Schloss der Kirche. Seit April 1998 gehört Campus für Christus das Schloss mit dem etwa 13.000 m² großen Schlosspark.

(Quelle: www.campus-d.de)