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Burg Sternberg
Erbaut wurde die Burg Sternberg wahrscheinlich um 1240. Sie ist ein Produkt der Sternberger Grafenschaft, welche die Burg als Hauptsitz des Grafen nutzte. Ein erster Nachweis von einem Sternberger Wappen (Urkundesiegel) und dem ersten namentlich bekannten Grafen, Heinrich der I. von Sternberg, stammt aus dem Jahre 1252. Im Jahre 1266 wurde die Burg Sternberg erstmalig urkundlich erwähnt.
Im 14. Jahrhundert erfuhr die Burg ihre erste Verpfändung (1370 -1404) an Schaumburg. Von da an hat es jahrhundertlang Spannungen zwischen Schaumburg und Lippe über die Sternberger Pfandschaft gegeben. Seit 1405 ist die Burg in lippischen Händen. Die Burg Sternberg hat seit alters her unterschiedliche Belagerungen ausgestanden. Hervorzuheben ist die sogenannte "Böhmezeit" im 15. Jahrhundert (1447) in der der Pfandinhaber Johann v. Möllenbeck verteidigungsstark blieb. Die umliegenden Stätte Detmold, Blomberg, Schieder, Salzuflen etc.waren stark verwüstet. Die Burg Sternberg, die von ihrer urkundlich erwähnten Zerstörung 1444 gerade neu aufgebaut worden war, blieb in der Böhmezeit erhalten. Im 16. Jahrhundert überließ Graf Bernhard VIII. zu Lippe (1527 - 63) die Sternberger Ämter (Schieder, Barntrup, Schwalenberg und Sternberg) seinem Bruder Graf Herrmann Simon von Pyrmont (1532 -76). Graf Hermann Simon soll ein kunstverständiger Mann gewesen sein und beschäftigte wiederholt Steinmetze und Maler. Die Wappen des Grafen Herrman Simon zu Lippe und seiner Frau schmücken den Torbogen zum Innenhof. Das Schaumburger Nesselblatt, ein beschädigter Wappenstein, ist verkehrt herum eingemauert und Teil des von Hermann Simon errichteten Torhaus. Klaus Harlan vermutet, daß Hermann Simon die Mauerweise des Schaumburger Nesselblattes so gewünscht hat, da unter seiner Regierungszeit ein großer Streit zwischen den Lippern und den Schaumburgern um die Grafschaft Sternberg entbrannte. Graf Simon heiratete eine Schaumburgerin (Elisabeth v. Schaumburg) und trug so zur Schlichtung des Streites von Lippe und Schaumburg bei. Graf Simon residierte auf Schloß Pyrmont und Burg Coppenbrügge und nutzte die Burg Sternberg als Ort der Feier für viele Gäste. Im 17. Jahrhundert, im 30igjährigen Krieg, bezog 1632 ein General mit seinen Soldaten Quartier. Im Jahre 1636 wurde die Burg Sternberg beschossen und in den Jahren 1648/49 lebten zwei Grafen zu Lippe (Johann Bernhard und Hermann Adolph) zusammen auf der Burg. Im 18. und 19. Jahrhundert gab es Instandsetzungen und Bauarbeiten auf der Burg Sternberg und im 20. Jahrhundert (1920/21) richtete man eine Jugendherberge in der Amtsstube ein. In den Jahren 1939 bis 1945 wurde die Burg Sternberg als Bräuteschule, als Kriegsgefangenenlager und als Luftwaffenersatzteillager genutzt. (Quelle: www.musikburg-sternberg.de)
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