Schlösser und Burgen
   

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Burgen und Schlösser
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Burg Hardenberg

Hardenberg BurgRuine
Die Burg Hardenberg, heute Ruine, wurde um 1000 vom Erzbischof von Mainz erbaut. Da sein grossflächiges Bistum bis an das Gebiet des Herzogs von Hildesheim und Braunschweig reichte und über sehr gute Böden verfügte, kam es zum ständigen Interessenkonflikt. Die Feste Hardenberg stellte eine reine Nutz- und Schutzburg dar, von der aus seine Verwalter (die Hardenbergs) seine Ländereien verwalteten und beschützten. Ihr Reichtum lag in der Bodenbeschaffenheit, nicht in Gold und ähnlichem mobilen Eigentum, es handelte sich nie um eine Prunkburg. Zwar wurde sie häufig belagert, war aber, da sie einer steilen Felsennase lag, uneinnehmbar. Lange Belagerungen wurden auch uninteressant, da es sowieso nichts zu holen gab.

Trotzdem wurden die Evakuierungen der Bevölkerung aus der umliegenden Gegend und die Versorgungskosten in der Burg allmählich zu einem solchen Kostenfaktor, dass das Bistum Mainz seine Schulden nicht mehr ausgleichen konnte. 1357 wurde daraufhin die Feste mit ihren Ländereien an ihre Verwalter- die Hardenbergs- übereignet.

Die Anlage wurde als Doppelburg gestaltet, da zwei verbrüderte Familien Hardenberg dort gemeinsam in dem sogenannten Vorder- und Hinterhaus wohnten. Die Familien lebten nebeneinander im Burgfrieden, der Trennungsgraben hatte rein optische Wirkung, keine Schutzfunktion. Im 14. Jahrhundert beschlossen ein Onkel und ein Neffe dann auch die Aufteilung der Ländereien und angehörige Zehntdörfer. Als Ende des 17. Jahrhunderts eine Linie keine männlichen Nachkommen mehr hatte, fielen beide Teile zusammen. Lediglich auf alten Flurkarten kann man noch die Schrägteilung der Felder erkennen, die beiden Familien eine gleiche Bodenqualität zusichern sollte.
Aus den Tagebuchaufzeichnungen des Hauslehrers geht hervor, dass 1698 in einem erdbebenähnlichen Gewitter ganze Teile der Burganlage zum Einsturz kamen. Die Familien siedelten daraufhin nach Göttingen um und begannen mit dem Bau des Schlosses. Dies wurde 1710 fertig gestellt und wird noch heute von den Grafen Hardenberg bewohnt. Von dort aus bewirtschaften sie nach wie vor in Eigenregie das Gut und die dazugehörige Landwirtschaft. Hauptanbauprodukt auf den Feldern ist der Weizen für die Gräflich von Hardenberg’sche Kornbrennerei, jedoch auch im Rahmen der Fruchtfolge anderer Bodenfrüchte. Ebenfalls dazu gehören die Forstwirtschaft mit Jagdrevieren und eine Viehwirtschaft mit Bullenmast, die beide die Küchen des Hardenberg BurgHotels beliefern. Die malerisch auf dem Hügel gelegene Ruine ist jetzt nur noch auf Anmeldung für Besucher zugänglich. Die schattigen Plätze unter den Linden bieten einen schönen Rahmen für Grillfeste. Die darum liegenden Wälder und der SchlossPark laden zu einem langen Spaziergang ein.

(Quelle: www.der-hardenberg.de)