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Schloss Gebesee

karolingischer Königshof
Etwa 772 läßt Karl der Große in Gebesee einen karolingischen Königshof (eine curtis regia) bauen. Mit diesem Meierhof stützte er durch einträgliche Lieferungen seine Königspfalz auf dem Petersberg in Erfurt. Der Verwalter (Meier, Dekan - Zehtführer) hatte auch die niedere Gerichtsbarkeit.

Als im Mittelalter Gebesee an die Thüringischen Landgrafen fiel, entstand aus dem alten Königshof ein festes Haus mit einer Besatzung, das castrum Bärenstein. Auf den Ruinen dieser alten Anlage begann 1740 der Oberjägermeister Burkhard Anton Friedrich von Oldershausen mit dem Bau des Barockschlosses in seiner jetzigen Form. Aus dieser Zeit stammt auch das Amtshaus mit Turm und dem Familienwappen über dem Eingangstor. Die letzten Besitzer waren bis 1918 die Herren von Brinken. Von ihnen übernahm das Haus die "Stiftung Deutscher Landerziehungsheime". Es entstand eine Schule zur Vorbereitung auf das Abitur. Nach 1954 war im Schloß ein Jugendwerkhof untergebracht.
1991 übernahm den Besitz wieder die Stiftung und richtete ein Jugendheim ein, die "Hermann-Lietz-Schule". Sehenswert ist heute noch das Torhaus, das Haupthaus und die ehemalige Schnapsbrennerei, die äußerlich in ihrer ursprünglichen Form erhalten blieb. Insgesamt hinterläßt die Anlage mit dem dahinterliegenden Schloßpark einen gepflegten Eindruck bei den Besuchern.

(Quelle: www.thueringen.de)



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