Schlösser und Burgen
   

Blog Blog

Deutschland Deutschland (746)
Baden-Württemberg Baden-Württemberg (50)
Bayern Bayern (73)
Berlin Berlin (1)
Brandeburg Brandenburg (0)
Bremen Bremen (1)
Hamburg Hamburg (0)
Hessen Hessen (145)
Mecklenburg-Vorpommern Mecklenburg-Vorpommern (15)
Niedersachsen Niedersachsen (109)
Nordrhein-Westfalen Nordrhein-Westfalen (249)
Rheinland-Pfalz Rheinland-Pfalz (0)
Saarland Saarland (0)
Sachsen Sachsen (16)
Sachsen-Anhalt Sachsen-Anhalt (31)
Schleswig-Holstein Schleswig-Holstein (7)
Thüringen Thüringen (49)
Deutschland Tschechische Republik (9)

Städte/Gemeinden Städte/Gemeinden

Postleitzahlen (PLZ) Postleitzahlen (PLZ)

Fotogalerie Fotogalerie

Haus Reck
Burgen und Schlösser Geschichte

Burgen und Schlösser Besichtigung, Museum

Burgen und Schlösser Hotel, Restaurant, Café

Burgen und Schlösser Fotos anschauen

Schlösser und Burgen

 



Burgen und Schlösser
Schlösser und Burgen


Haus Reck

Sitz der Familie von Recke
Das Amt des "Drost zu Unna", zugleich auch immer Drost von Kamen, lag seit 1511 in den Händen der Familie von der Recke auf "Haus Reck". 1753, als unter Friedrich dem Großen eine "Kreisverfassung" eingeführt wurde, stellte die Familie auch wiederum den ersten Landrat. Die französische Herrschaft, anfangs des 18. Jh., zerschlug den festen Zusammenhang des damaligen Kreises Hamm. Die Ämter Unna und Kamen gehörten nun zum "Arrondissement" Dortmund, und waren in 4 "Mairien" aufgeteilt. Diese Einteilung endete in der neu geschaffenen preußischen Provinz Westfalen, unter dem Oberpräsidenten Freiherr v. Fincke, mit der Einführung einer neuen Verwaltungsordnung.

(Quelle: www.unna.de)

Untrennbar mit der Entwicklung Kamens ist die Geschichte der dortigen Burgmannshöfe verbunden. Es gab mindestens zehn nachweisbare Burgmannshöfe in der Stadt Kamen, die von Gräben und Wällen umgeben, zum Schutz des Ortes errichtet wurden. Es gibt wohl keine Stadt auf dem Gebiet der ehemaligen Grafschaft Mark, die mehr Burgmannshöfe besaß als Kamen. Die östlich von Osnabrück gelegene Stadt Quakenbrück ist auch eine bedeutende Stadt gewesen, die sich heute noch ihrer mittelalterlichen Bedeutung mit Stolz bewußt ist. Sie nennt sich daher heute offiziell "Burgmannsstadt Quakenbrück", obwohl sie nur vier Burgmannshöfe besaß.

Eine Ansiedlung mit dem Namen Kamen wird um 1050 im "Urbar C" (Besitztumsverzeichnis) der Abtei Werden (bei Essen) genannt, jedoch muß die Pfarrei Kamen mit den sechs zugehörigen Bauerschaften schon älter gewesen sein. An der Stelle der heutigen Pauluskirche, deren grüner Sandsteinturm noch aus dem 12. Jahrhundert stammt, scheint zuvor eine Holzkirche gestanden zu haben.

Zu Beginn des 12. Jahrhunderts ließen sich die damaligen Landesherren, die Grafen von Altena, westlich an der heutigen Pauluskirche eine Grafenburg als befestigten Residenzsitz errichten, wie später auch in Mark bei Hamm. Über die Größe und die Beschaffenheit der Grafenburg ist heute nichts mehr überliefert. Da sich die Landesherren seit 1225 "Grafen von der Mark" nannten, hieß ihr Territorium entsprechend "Grafschaft Mark". Die Kölner Erzbischöfe erhoben ebenfalls Anspruch auf die Landesherrschaft, von daher erhielten solche Stützpunkte besondere machtpolitische Bedeutung. Kamen wurde so, da es an einem passierbaren Sesekeübergang lag, zu einer Grenzfeste gegen das kölnische Machtstreben.

Aus diesem militärischen Interesse heraus, aber auch zur Organisation der Landesherrschaft, siedelten die Grafen ihre Dienstleute im unmittelbaren Bereich ihrer Residenzburgen an. Es ist zu vermuten, daß diese "Burgmannen" aus der jeweiligen näheren Umgebung zusammengezogen wurden. Für die Kamener Burg kamen sie u.a. von Haus Böing, Haus Reck, aus Westick, Heeren usw. Die Burgmannen siedelten im Laufe der Zeit in einem inneren und einem äußeren Ring um den aus Grafenburg und Kirche bestehenden Siedlungskern. Ihre Höfe bestanden aus großen, festen Häusern, die mit viel Umland versehen und von Gräben, Erdwällen und Holzpalisaden geschützt waren.

Die Burgmannen zählten zu den Ministerialen der Grafen von Altena/Mark, d.h. ihnen unterlag die Hofhaltung, Verwaltung und sie wurden zu Verteidigungs- und Kriegsdiensten hergezogen. Zum Teil waren sie auch für die Abhaltung der "Gerichtstage" in der Stadt verantwortlich. Aus den Ministerialen entstand zum Teil der niedere Adel. Für diese Leistungen und Dienste erhielten sie ein Dienstgut oder Lehen, über das sie dann im Laufe der Zeit frei verfügen und es vererben konnten. Bis ins 19. Jahrhundert hinein behielten die Burgmannshöfe ihre adeligen Freiheit von allen städtischen Lasten, auch wenn sie schon in den Besitz bürgerlicher Familien gelangt waren.

Den Wachstumsphasen des mittelalterlichen Stadtgebietes entsprechend, lassen sich zwei Bauperioden der Burgmannshöfe unterscheiden:
Um den Siedlungskern mit Grafenburg und Severinskirche (der heutigen Pauluskirche) errichtete man westlich den Westerholtschen und den Cappenberger Hof, im Norden den Akenschokenhof (Areal heute Willy-Brandt-Platz) und im Osten die "Trippenburg", deren genaue Lage nur noch ungefähr zu erschließen ist (Burgstraße!). Den Abschluß bildete im Süden an der Seseke der Hanenhof. Diese Höfe wurden im 12. und 13. Jahrhundert gebaut und da man sie am Rande der damaligen Ortsbegrenzung anlegte, zusätzlich mit Gräben, Wällen und Palisaden befestigt.

Während der weiteren Entwicklungsphasen dehnte sich die Siedlung nach Westen, Norden und Osten aus. Der Ort, nun mit Stadtrechten versehen, wurde mit einer Mauer und einem doppelten Grabensystem befestigt. Die südliche Begrenzung blieb die Seseke, die man zu diesem Zweck näher an die Siedlung heranführte und schon begradigte. Anhand der alten Straßennamen "Westen-", "Osten-" und "Nordenmauer" kann man den damaligen Mauerverlauf nachvollziehen. Ein kleiner Rest der Ostenmauer ist heute noch vorhanden. Ein Stadtgrundriß ist Art "Geschichtsbuch", aus dem sich heute noch die Entwicklung einer Stadt ablesen läßt.

Während dieser Ortserweiterung entstanden beiderseits der Weststraße der Galenhof sowie der Edelkirchenhof (auch Haringhof genannt). Daran schloß sich nördlich der Reckhof (oder Pallandscher Hof), östlich davon eine nicht genau zu lokalisierende "Bohlenburg" an. Den Abschluß bildete der Reck-zu-Reck-Hof (auch Vogelhof; heute Karstadtgelände). Auch diese fünf Burgmannshöfe waren großflächig angelegt und hatten Wassergräben, Erdwälle und Palisaden. Auffallend ist, daß alle Höfe in einer Nähe früherer oder späterer Stadttore angelegt wurden. Die Namen dieser Höfe wechselten zumeist bei einem Besitzerwechsel. Der Galenhof scheint von allen der größte und am besten befestigte gewesen zu sein. Seine Gräben und Wälle wurden erst 1898 eingeebnet. er ist der einzige, heute noch erhaltene Burgmannshof in Kamen.

(Quelle: www.stadt-kamen.de)



Bitte melden Sie sich zum kostenlosen Newsletter an, damit ich Sie regelmäßig über Aktualisierungen auf dieser Seite informieren kann. Die Angabe von Vornamen und Namen ist nicht unbedingt notwendig.
Vorname
Nachname
E-Mail*
Nach Ihrer Eintragung erhalten Sie von meinem Mailsystem eine E-Mail, deren Erhalt Sie durch Anklicken eines Links bestätigen müssen. Erst dann werden Sie endgültig in den Verteiler aufgenommen. Durch dieses Verfahren (Opt-In) wird sichergestellt, dass niemand mißbräuchlich Ihre E-Mail-Adresse in das Formular einträgt. Sie können sich jederzeit wieder sehr leicht aus dieser Liste austragen. Jede Nachricht, die Sie von mir erhalten beinhaltet einen entsprechenden Link dazu, den Sie lediglich anklicken müssen. Ich gehe sorgfältig mit den mir anvertrauten Daten um und verwenden diese ausschließlich für den eigenen Versand von Informationen an Sie.