Schlösser und Burgen
   

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Burgen und Schlösser
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Schloss Landau


Bei der Planung wird das Schloss nicht als solches für den Aufenthalt der gräflichen Familie nicht vorgesehen sein, die Notwendigkeit des Umbaus ergab sich erst nach der Teilung der Grafschaft, durch die Entstehung der Landauer Linie und die Verlegung des Wohnsitzes. Zunächst wird hier eine Verteidigungsanlage zur Abwehr feindlicher Angriffe aus dem nördlichen Wattertal vorgesehen sein, und zwar als Burg. Darauf weisen die Flurnamen "Burgweg" am Schlossberg und "Burggrund" jenseits der Watter hin.

Die zweite Burganlage, die Knappenburg, schützt die Stadt nach Süden hin. Der steile Anstieg der Bergkuppe aus dem Wattertal bot nach Süden und Weste eine natürliche Sicherheit. Diese wurde durch eine 6 Meter hohe Mauer zusätzlich erhöht. Die Besatzung dieser Burg sollte für eine Verteidigung bereitstehen, wenn das "Obere Tor" bedroht war.

Ein Angriff auf die Stadt war von Osten zu erwarten. Dort fehlten die Felsen und darum mussten stake Grundmauern zum Hagen hin errichtet werden. Das Vorgelände blieb strauch- und baumlos. Als die Stadt bebaut war, wurden dort Gärten angelegt. Auf der Talseite konnten die Stadtmauern zwischen Knappenburg und Schloss auf den gewachsenen Stein gesetzt werden und in der Mitte durch eine vorspringende Anlage am Hohenstein, dem zweiten adeligen Gut, besonders verstärkt werden.

Das Stadtgebiet hat in Nord-Süd-Richtung eine Länge von 440 Metern (Luftlinie), in West-Ost-Richtung schwankt es zwischen 125 Metern, vom Oberen Tor zur Knappenburg und 295 Metern von der Mauerstraße bis zur Heide, die erst später bebaut wurde. Die Stadtmauer ist mit Einschluss der Meierei und das Schloss abgrenzenden Mauern 1750 Meter lang.

Die beiden Doppeltore des Oberen und Unteren Tores sperrten die Stadt nach außen hin ab. An der breiten "Mittelstraße" standen die stattlichen Fachwerkhäuser wohlhabender Bürger. In den Seitenstraßen, nach Osten die "Hinter"- und "Mauerstraße" und nach Westen die "Heidestraße" und "An der Mauer" wohnten, abgestuft nach Stand und Rang, Landwirte und Handwerker mit geringen Besitz und Einkommen und schließlich die Beiwohner.

Das Schloss mit seinem Vorhof, später Meierei genannt, war durch eine 3 bis 4 Meter hohe Mauer von der Stadt abgeschlossen. Beide Gebäudeteile nochmals durch eine Mauer getrennt, welche man durch ein Tor unter der Kanzlei betreten konnte.

Obwohl Landau eine Stadt war, wurde ihre Wirtschaft zum größten Teil von der Landwirtschaft und mit den zusammenhängenden Berufen bestimmt. Erst durch die Zusammenlegung von Grundstücken, die Verwendung von künstlichem Dünger und den Einsatz von landwirtschaftlichen Maschinen wurde der Weg zur freien Entfaltung der Kräfte frei.

(Quelle: www.stadt-landau-waldeck.de)