Schlösser und Burgen
   

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Burgen und Schlösser
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Schloss Neuhof

Reste des ehemaligen Wasserschloss
Neuhof, nahe der Bonifatiusstadt Fulda gelegen, hat in den mehr als 800 Jahren einer wechselvollen Geschichte Besonderheiten entwickelt, die diese Gemeinde heute zu einem Unterzentrum mit vielfältigen Arbeits-, Wohn- und Freizeitmöglichkeiten machen. Am Fuße des Landrückens, als Bindeglied zwischen der reizvollen Rhön und dem größten europäischen Basaltmassiv, dem Vogelsberg, liegt Neuhof. Es erhielt seinen heutigen Namen von dem Wasserschloß der Fuldaer Fürstäbte (Nova Curia, Nuwenhof), das bereits Fürstabt Heinrich IV. von Erdthal (1249 - 1261) anlegte.

Die erste urkundliche Erwähnung erfolgte im Jahre 1165. Als 1597 in Deutschland die Pest herrschte, zogen Regierung und Kanzlei des Hochstifts Fulda nicht in eine der vielen eigenen Burgen, sondern in das "Wasserschloß" nach Neuhof, dessen Türme heute noch vorhanden sind. Dort muß den Gästen die Luft gut bekommen sein. Aus dem gleichen Anlaß kam man 14 Jahre später nach Neuhof zurück.
Damals war Neuhof von Wald umgeben, noch heute bedeckt der Wald fast zwei Drittel der Gemarkungsfläche.
Bis zum Bau der Eisenbahn war Neuhof geprägt von der Lage an einer der wichtigsten Lebensadern des ausgehenden Mittelalters und der Neuzeit. Gemeint ist die bedeutende alte Handelsstraße zwischen den Messestädten Frankfurt und Leipzig, genannt "des Reiches Straße". Handelsherren, Fuhrleute, Handwerksgesellen, gekrönte Häupter, Fürsten des Geistes, Pilger auf ihrem Weg nach Santiago de Compostela, siegessichere und geschlagene Landsknechte und Soldaten, Gaukler und Bettler, sie alle nutzten diese Straße. Gegenüber Nachbargemeinden war Neuhof dadurch hervorgehoben, daß die Fürsten von Turn und Taxis hier eine Postkutschenstation betrieben. Damit war Neuhof in einer Reihe mit Frankfurt, Hanau, Langenselbold, Gelnhausen, Wächtersbach, Bad Soden-Salmünster, Steinau an der Straße, Schlüchtern, Fulda, Hünfeld, Vacha, Eisenach, Gotha, Erfurt, Weimar, Naumburg und Leipzig. Auch Neuhof lag also "an der Straße".

(Quelle: www.fulda-online.de)