Schlösser und Burgen
   

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Burgen und Schlösser
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Die Wartburg


1067 - Die Gründung der Wartburg

Der Legende zufolge wird die Wartburg im Jahre 1067 von Graf Ludwig dem Springer gegründet. Mit ihm beginnt die beispielhafte Entwicklung des Geschlechts der "Ludowinger", das in den ca. 200 Jahren seiner Machtausübung zu den einflussreichsten im Heiligen Römischen Reich deutscher Nation gehört.

1080 - erste Erwähnung

Im Jahre 1080 wird die Wartburg das erste Mal erwähnt. Bruno, der Bischof von Merseburg, beschreibt in seinem Buch vom Sachsenkrieg "De bello Saxonico" das Heerlager König Heinrich IV. am Fuße "einer Burg Namens Wartberg".

1130 - Beginn der Zeit der Landgrafen

Geschickte politische Schachzüge, Rodungen, Landraub und eine kluge Heiratspolitik lassen Macht und Einfluss des Thüringer Grafengeschlechtes im mitteldeutschen Raum rasch wachsen und werden durch die kaiserliche Übertragung der Landgrafenwürde untermauert.

1155 - Beginn des Palastbaus

Um dieses Jahr wird sehr wahrscheinlich mit dem Bau des Hauptgebäudes der Burg, des Palas begonnen, der in seiner Art bis dahin einzigartig ist und heute als der besterhaltene romanische Profanbau nördlich der Alpen gilt.
1317 - Umbaumaßnahmen

Im Jahre 1317 tobt ein verheerender Brand auf der Wartburg, dessen Folge der Neubau des Südturms und der Einbau der Kapelle in den Palas sind.

1521 - Martin Luther auf der Wartburg

Der vom Kaiser geächtete und vom Papst gebannte Martin Luther verbirgt sich in der Vogtei der Wartburg. In den Monaten seiner Schutzhaft lebt und arbeitet er in einem kargen Raum, der heutigen Lutherstube. In nur zehn Wochen übersetzt Luther hier das Neue Testament unter zu Grundelegung des griechischen Urtextes in Deutsche.

1777 - Johann Wolfgang Goethe besucht die Wartburg

Johann Wolfgang von Goethe weilt das erste Mal für fünf Wochen auf der Wartburg. Dieser Besuch ist vor allem von Naturbegeisterung geprägt, doch hinterlässt der Dichter Zeichnungen, denen wir heute die visuelle Kenntnis untergegangener Bauten verdanken.

1817 - Das Wartburgfest der Burschenschaften

Zum 300. Reformationsjubiläum und anlässlich des vierten Jahrestages der Leipziger Völkerschlacht gegen die napoleonische Fremdherrschaft versammeln sich am 18. Oktober 500 Studenten zum Wartburgfest, der ersten bürgerlich-demokratischen Versammlung in Deutschland. Unter dem Motto "Ehre - Freiheit - Vaterland" kämpfen sie um einen geeinten Nationalstaat.

1999 - Die Wartburg als Welterbe

Im Dezember 1999 wird die Wartburg von der UNESCO in die Liste des Welterbes der Menschheit aufgenommen.

(Quelle: www.wartburg-eisenach.de)