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Schloss WotersenDas Erbe der Guldenburgs
Das Adelige Gericht Wotersen ist bis ins 14. Jahrhundert zurückzuverfolgen. Die damalige mittelalterliche Burganlage gehörte der Familie von Schack, im Jahre 1408 geht der Besitz auf die Familie von Dalldorf über. Die gesamte alte Bausubstanz wird im 30jährigen Krieg zerstört. 1717 wird die Familie von Bernstorff Besitzer, 1721 ist Baubeginn für das jetzige Herrenhaus, nach nur 4 Jahren ist die Hauptbauphase bereits abgeschlossen. Weitere Um- und Ausbauten ziehen sich bis 1772 hin. Aus dem zunächst zweigeschossigen Gebäude ist nun die Anlage fertig, wie sie heute noch vorhanden ist: Dreigeschossig zur Hofseite, zweigeschossig zur Gartenseite durch geschicktes Ausnutzen des ansteigenden Geländes.
Andreas Gottlieb Freiherr von Bernstorff (1649 - 1726) gilt somit als Begründer der heutigen dreiflügligen barocken Anlage. Erst in der jüngeren Geschichte wurde das Herrenhaus Wotersen auch regelmäßig bewohnt. Über die Jahrhunderte hinweg hat die Familie von Bernstorff aber von Wotersen aus wesentlich Einfluss auf politische und kulturelle Entwicklungen im Norden genommen. Heute wird das Gut Wotersen von vielen Menschen besucht. Die Tradition der Pflege von Kunst und Kultur wird fortgesetzt durch die bekannten Kunsthandwerkermärkte in der Weihnachts- und Osterzeit, durch Konzerte in den Sommermonaten und zahlreiche andere Veranstaltungen. Die Lebensgrundlage ist aber immer noch - und wie schon zu Zeiten der Begründer dieses Landgutes - die Landwirtschaft. Das Gut ist heute wie ehedem umgeben von urwüchsigen gesunden Wäldern und gepflegten Feldern mit den landestypischen Knicks. Viele Menschen bringen Schloss Wotersen aber heute mit der hier gedrehten ZDF-Serie - Das Erbe der Guldenburgs - in Zusammenhang, die die barocke Anlage erneut über die Landesgrenzen hinweg bekannt gemacht hat. (Quelle: www.wotersen.de)
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