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Schloss Oberwerries

Historisches Kleinod der Stadt Hamm
Zu den geschichtsträchtigsten Baudenkmälern der Stadt Hamm zählt das Wasserschloss Oberwerries. Schon von Weitem sichtbar, bietet die grossangelegte Schlossanlage in den Lippeauen, das Herrenhaus mit seinen wuchtigen Schornsteinen auf den Dächern und der langerstreckte Marstall, ein imposantes Bild.

Die einst trutzige Burganlage, die neben anderen wehrhaften Burgen die Grenze des Münsterlandes vor feindlichen Übergriffen schützen sollte, wird erstmals 1284 im Lehnsregister des Grafen Limburg-Styrum erwähnt. Durch Erbfolge und Verkauf gelangt die Anlage in den Besitz derer von Beverförde, die in den Jahren 1685 -1692 an der Stelle des mittelalterlichen Hauses Oberwerries ein zweigeschossiges Herrenhaus mit Seitenflügel und Pavillonturm errichten lassen.

Als Baumeister der breitgelagerten Schlossanlage mit ihrem schweren, massiven Backsteinmauerwerk, den Fensterumrahmungen und Gurtgesimsen aus Baumberger Sandstein, sowie der grosszügigen Raumdisposition des Haupthauses und der Anlage des Pavillonturms gilt Ambrosius von Oelde. Der Marstall mit angrenzendem Hundezwinger wird in den Jahren 1730 -1735 von Johann Conrad Schlaun, dem bedeutendsten münsterischen Baumeister des 18. Jahrhunderts, erbaut. Seit etwa 1781 bleibt das Schloss für rund 160 Jahre unbewohnt und verfällt zusehends, bis es die Stadt Hamm 1942 in ihren Besitz übernimmt.

Zwischen 1952 und 1975 wird das Herrenhaus in mehreren Etappen baulich gesichert und mit viel Liebe zum Detail restauriert, bevor es zu dem wird, was es heute ist, Begegnungsstätte für Jung und Alt und "Gute Stube" der Stadt Hamm. Als Bildungs- und Begegnungsstätte bildet das Wasserschloss ein beliebtes Ziel für Schulen, Vereine,
Verbände und Gruppen für Aus- und Weiterbildungszwecke. Individuelle Tagungsräume stehen auch für Tagesveranstaltungen zur Verfügung.

(Quelle: www.hamm.de)



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