Schlösser und Burgen
   

Blog Blog

Deutschland Deutschland (819)
Baden-Württemberg Baden-Württemberg (52)
Bayern Bayern (100)
Berlin Berlin (1)
Brandeburg Brandenburg (0)
Bremen Bremen (1)
Hamburg Hamburg (0)
Hessen Hessen (161)
Mecklenburg-Vorpommern Mecklenburg-Vorpommern (15)
Niedersachsen Niedersachsen (114)
Nordrhein-Westfalen Nordrhein-Westfalen (259)
Rheinland-Pfalz Rheinland-Pfalz (2)
Saarland Saarland (0)
Sachsen Sachsen (16)
Sachsen-Anhalt Sachsen-Anhalt (34)
Schleswig-Holstein Schleswig-Holstein (7)
Thüringen Thüringen (57)
Deutschland Tschechische Republik (9)

Städte/Gemeinden Städte/Gemeinden

Postleitzahlen (PLZ) Postleitzahlen (PLZ)

Fotogalerie Fotogalerie

Schloss Schönebeck
Burgen und Schlösser Geschichte

Burgen und Schlösser Besichtigung, Museum

Burgen und Schlösser Hotel, Restaurant, Café

Burgen und Schlösser Fotos anschauen

Schlösser und Burgen

 



Burgen und Schlösser
Schlösser und Burgen


Schloss Schönebeck

Ein teurer Herrensitz ...
Es war die Zeit, als in Bremen über die Notwendigkeit eines Beitritts zum Hansebund diskutiert wurde, es war das Jahr 1357. Da ist zum ersten Male die Rede von einem Johann von Oumünde, anders "der von Schönebecke", genannt, was zugleich als ein Hinweis auf ein Herrenhaus Schönebeck zu werten ist.

Um diese Zeit scheint der Herr von Schönebecke seinen Herrensitz von der Auemündung (Schönebecker Aue) bachaufwärts verlegt zu haben, wohin genau, das ist nicht bekannt. Auch die Frage nach dem Baubeginn des heutigen Hauses Schönebeck muss unbeantwortet bleiben. Vermutlich hat es der Junker Franz Wilken von Schönebeck errichten lassen. Er lebte im 17. Jahrhundert. Möglicherweise übernahm er sich beim Bau des Schlosses, denn man weiß von hohen Schulden, die er hatte. Durch die Heirat mit der Tochter eines reichen schottischen Edelmannes hoffte er, seine finanziellen Schwierigkeiten zu überwinden. Bevor jedoch die Ehe geschlossen wurde, starb Franz Wilken im Jahre 1661. Mit ihm erlosch die Linie der Erbgesessenen zu Schönebeck. Das verschuldete Gut wurde im Jahre 1662 von dem Freiherrn Jacob von Schlebusch gekauft. Er starb vier Jahre später, und nun interessierte sich die Stadt Bremen für den Besitz und trat in Kaufverhandlungen mit der Witwe des Herrn von Schlebusch ein. Denn aus zwei Gründen schien es den Bremern vernünftig, das Gut an sich zu bringen. Es sollte eine günstigere territoriale Anbindung des bremischen Amtes Blumenthal, das durch fremden Besitz von Bremen getrennt war, an die Stadt erreicht werden. Außerdem wollten die Ratsherren ihre Einkünfte mit Hilfe der Einnahmen aus der Gutswirtschaft aufbessern. Der Kaufvertrag wurde im Jahre 1677 unterzeichnet. Aber schon gab es Ärger. Die schwedische Regierung, auf deren damaligem Hoheitsgebiet das Schönebecker Schloß mit seinen Besitzungen lag, erhob Einspruch. Die Bremer zogen zurück und verzichteten. Stattdessen erwarb der in schwedischen Diensten stehende westfälische Adelige Friedrich von der Borch im Jahre 1682 Haus und Herrschaft Schönebeck. Er ließ die Südseite des Hauses im Jahre 1705 grundlegend erneuern. An diesen Umbau erinnert eine Sandsteinplatte, die er an der Südseite in großer Höhe anbringen ließ. Ihre Inschritt lautet:

ICH FRIEDRICH V. DER BORCH, OBRISTER Z. FUS, HABE DIESE MDCLXXVI VON HOLTZ U. STEIN ERBAUTE
U. NACHDEM WEGEN VERFAULUNG DES HOLTZES DEN FALL DREUENDE SEITE ABGE NOMMEN, DAS FUNDAMENT BE VESTIGT U. MIT EINER BRANDT MAUER VERWECHSELT

ANNO MDCCV

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts zogen sich die Herren von der Borch zurück ins Westfälische auf ihren Stammsitz Holzhausen. Ihr Interesse für Schönebeck ließ nach. Das Schloß verkam. Im Jahre 1952 - 290 Jahre nach ihrem ersten Versuch - kam die Stadt Bremen in Schönebeck endlich zum Zuge und erwarb das Haus.

Doch viel Geld und mühselige Arbeit kostete es, das Schloß wieder instandzusetzen, bevor es dem Heimat- und Museumsverein für Vegesack und Umgebung e.V. (gegründet 1911) zur Nutzung als Museum übergeben wurde. Ehe die Sammlungen des Vereins im Jahre 1972 in den Schloßräumen aus- gestellt und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden konnten, vergingen noch einmal zwanzig Jahre.

(Quelle: www.vegesack.de)