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Schloss Riedeschöne Stunden in Riede
Das "Kleinod Nordhessens" ist der Ortsteil Riede, Dorf mit Schloss- und Waldparkanlage, das auch als "Künstlerdorf" einen Namen hat. Über 400 Jahre war es im Familienbesitz des Hessischen Adelsgeschlechts derer von Meysenbug, bis es im 19. Jahrhundert in den Besitz derer von Buttlar überging. Das Schloss befindet sich in Familienbesitz und wird derzeit mit Landesmitteln renoviert. Der frühromantische Waldpark beherbergt Kapelle, Denkmäler u.v.a.m., die es zu entdecken gilt.
Riede: 1074 erstmals erwähnt. Durch die naheliegende Bundesstrasse, die schon immer eine Verbindung zwischen Hessen/Thüringen und Westfalen darstellte, erlebte der Ort eine wechselvolle Geschichte durch die vorbeiziehenden Heere, die Streitigkeiten um die Domstadt Fritzlar taten ein übriges. Bedeutend wurde für Riede der Verkauf des Schlosses durch Henne von Wehren an ein hessisches Adelsgeschlecht, die von Meysenbugs im Jahre 1443, die bis 1810 im Besitze des Schlosses blieben, die Familie dann ausstarb. Berühmtester Sproß der (späteren) Meysenbugs (heute Lauenburg) ist Malvida von Meysenbug (1816 - 1903), geboren in Kassel, Tochter des Rivalier von Meysenbug, Frauenrechtlerin, die durch ihre Bekanntschaft mit Nitzsche berühmt wurde. Rivalier von Meysenbug, eigentlich Ludwig Karl Rivalier (Justizrat) hatte den Adelstitel von Kurfürst Wilhelm II. erhalten, er "verbrachte schöne Stunden in Riede". Der letzte von Meysenbug, Heinrich, Landrat zu Kassel, schuf die Parkanlagen mit romantischem Waldpark, die heute Stück für Stück instand gesetzt, der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Das Schloß befindet sich in Familienbesitz derer von Buttlar und wird heute mit Privat- und Landesmitteln renoviert. Der im Schloß befindliche historische Rittersaal steht als Trausaal zur Verfügung. Außerdem beherbergt das Schloß in einigen Räumen eine kleine Kunstgalerie, die temporäre Ausstellungen zeigt. Durch ortsansässige Künstler gilt Riede auch als Künstlerdorf. Hauptattraktion allerdings sind die Naturgegebenheiten, der historische Park sowie die Weitsicht über das angrenzende Chattenland mit der Domsstadt Fritzlar. (Quelle: www.hessennet.de)
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