Schlösser und Burgen
   

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Haus Herbede
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Schlösser und Burgen

 



Burgen und Schlösser
Schlösser und Burgen


Haus Herbede

Gerichtsherrensitz und Herrschaftsmittelpunkt
Im Herbst 1981 konnte ich erstmals Haus Herbede besichtigen. Das Haus wurde zu der Zeit von acht Mietparteien bewohnt. 48 Menschen lebten hier abgeschieden von ihrer Umwelt, wie in einem Dornröschenschloss. Hinter der Vorburgmauer verbargen sich kleinere Gemüsebeete und schattige Plätzchen zum Plaudern. Doch die Idylle trog. Der bauliche Zustand des Hauses war katastrophal. Das Innere war durch zahlreiche, nachträglich eingebaute Zwischenwände verwinkelt und verbaut, der Keller vollgestopft mit Unrat. Die Außenmauern zeigten zum Teil bedrohliche Risse. Nichts zeugte mehr davon, daß dieses Haus über viele Jahrhunderte hinweg Mittelpunkt des ehemaligen Eigengerichtes Herbede innerhalb der Grafschaft Mark und über siebzehn Generationen hinweg Wohnsitz der Gerichtsherrenfamilie von Elverfeldt war. Die Geschichte des Hauses war völlig in Vergessenheit geraten.

Ein Vierteljahr später, im Februar 1982, gründete ich zusammen mit Freunden und Interessierten den Förderverein Haus Herbede, den heutigen Förderverein Wittener Herrenhäuser, um Haus Herbede zu retten. Zahlreiche Gutachten wurden in Auftrag gegeben, und endlich, im Jahre 1985, konnte das Freizeitzentrum Kemnade als neuer Eigentümer gewonnen werden. Das Haus hatte bis dahin der Firma Dittmann & Neuhaus, in unmittelbarer Nähe gelegen, gehört. Dem inzwischen erarbeiteten Nutzungskonzept entsprechend, sollte das Haus als öffentliche Begegnungsstätte für jedermann zugänglich sein.

Nach drei Jahren Bauforschung, archäologischen Grabungen, Sanierung und Renovierung konnte die repräsentative Burganlage Haus Herbede, ein Juwel innerhalb der Burgenlandschaft des Ruhrgebietes und das älteste und historisch bedeutsamste Gebäude Wittens, der breiten Öffentlichkeit als Begegnungsstätte übergeben werden. Schon nach sehr kurzer Zeit, erst recht heute nach über zehn Jahren, kann mit Stolz festgestellt werden, daß Haus Herbede innerhalb Wittens und der weiteren Region ein fester Bestandteil im kulturellen Angebot geworden ist und sich großes Ansehen sowie einen hohen Bekanntheitsgrad erworben hat. Die Galerie, der Dokumentationsraum und die Gastronomie als feste Bestandteile, Konzerte, Kleinkunstabende, Jazz-Veranstaltungen, Familien- und Firmenfeiern haben Haus Herbede zu Wittens guter Stube werden lassen.

(Quelle: Bruno J. Sobotka, www.sparkasse-witten.de)


Eine kleine Chronik

vor 700 vermutlicher Beginn der Besiedelung Ostherbedes

851 erste urkundliche Erwähnung Herbedes

1032 Bau der ersten "Wittener" Kirche St. Vitus

1200 erste urkundliche Nennung des Gerichtsherrensitzes Haus Herbede

1606 Errichtung einer Kirchspielschule, das erste Schulgebäude im Raum Witten

1683 Herbede erhält die Genehmigung, einen Wochenmarkt durchzufÜhren (aufgrund des Widerstands von Witten und Hattingen wird das Recht bereits 1689 wieder zurückgezogen)

1780 Inbetriebnahme der Herbeder Schleuse

1783 Der Fabrikant Spennemann errichtet zwei Hämmer und

1788 nimmt die Stahl- und Eisenfabrik Herdegen den Betrieb auf. In Herbede startet das Zeitalter der Industrialisierung.

1828 Erstes Postamt in Herbede

1894 Anschluss an das Wasserversorgungsnetz

1906 an das Stromenergienetz und

1927 auch an die Gasversorgung

1951 Anlässlich der 1000-Jahrfeler erhält Herbede die Stadtrechte

1975 Herbede wird nach Witten eingegliedert.

2001 Herbede wird 1150 Jahre jung

(Quelle Chronik: Bruno J. Sobottka, "Witten an der Ruhr")


Haus Herbede

Haus Herbede, das älteste Gebäude Wittens, ehemaliger Adelssitz aus dem 12. Jahrhundert. Über eine ehemalige Zugbrücke gelangen Sie durch ein altes Portal in den Innenhof, weiter zu dem im Kellergeschoß gelegenen romantischen Restaurant im historischen Kreuzgewölbe aus dem 14. Jahrhundert mit seinem besonderen Ambiente oder vom Innenhof in den Rittersaal (bis 120 Personen) und Kaminzimmer (bis 50 Personen). Restaurant und Weinstube 80 Plätze . 5 Tagungsräume mit 42/42/22/20/12 Plätzen stehen Ihnen auf Vorbestellung zur Verfügung.

Kontakt:

Telefon: 02302 - 72258
Telefax: 02302 - 79283



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