Schlösser und Burgen
   

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Burgen und Schlösser
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Burg Linn

Mittelalterliche Burg und Jagdschloss
Am südöstlichen Rande von Krefeld, unweit des Rheinhafens mit seinen mächtig aufstrebenden Industriewerken, liegen Burg und Stadt Linn. Schon 1901 eingemeindet, hat der Ort hinter einem fast geschlossenen Mauerring sein mittelalterliches Gesicht weitgehend bewahrt. Die jahrhundertelang in kurkölnischem Besitz befindliche Wasserburg brannte 1702 nieder. Nach der Säkularisation gelangte sie in den Besitz der kunstsinnigen Kaufmannsfamilie de Greiff, die das Gelände unter Einschluss der Burgruine in einen Landschaftspark nach englischem Vorbild gestalten liess. 1926 kaufte die Stadt Krefeld Burg und Jagdschloss samt dem umliegenden Gelände. Die Burg blieb zunächst als Ruine liegen. Im Jagdschloss richtete Karl Rembert, ein Krefelder Gymnasialprofessor, 1928 ein Heimatmuseum ein. Daneben entstand 1938 in Krefeld unter der Leitung von Prof. Albert Steeger ein kulturgeschichtliches Museum, das 1943 durch Bomben völlig zerstört wurde. Die Sammlungsbestände blieben glücklicherweise erhalten. Sie wurden nach dem Kriege mit denen des Museums im Jagdschloss der Burg Linn vereinigt und fanden Unterkunft in einem 1940 in unmittelbarer Nähe errichteten Hochbunker. Es ist wohl ein einmaliger Fall, dass schon bei dessen Bau, immerhin mitten im Kriege, eine spätere Nutzung als Museum vorgesehen wurde. Diese weitblickende Idee stammte von Albert Steeger und er sorgte auch für ihre Ausführung.

Eigentlich promovierter Geologe und vor seiner Museumstätigkeit Rektor einer Krefelder Schule, beschäftigte er sich als Autodidakt mit Zoologie und Botanik, Siedlungs- und Hausforschung, Kunstgeschichte, Volkskunde und schliesslich mit Archäologie. 1936 verliess er den Schuldienst, um sich ganz seiner wissenschaftlichen Arbeit und dem Aufbau eines Museums widmen zu können.

1952 wurde der ehemalige Bunker, nachdem man Fensteröffnungen in die dicken Betonwände gesprengt hatte, zum erstenmal als Museum eröffnet. Von 1964 - 1966 konnte er von innen neu gestaltet, außen mit Klinkern verkleidet werden, so daß man ihm seine martialische Herkunft kaum mehr ansah. Das Museum enthielt systematisch aufgebaute Sammlungen, die einen Überblick über die Vor- und Frühgeschichte, die Burg- und Stadtgeschichte sowie die Volkskunde des Niederrheins geben sollten. Steegers Pläne gingen aber noch weiter. Seiner Zeit weit vorausgreifend wollte er Burg und Museum Linn zum Mittelpunkt eines niederrheinischen Freilichtmuseums machen, zu einer umfassenden Gesamtdarstellung, in welche auch Stadt und Landschaft einbezogen sein würden.
Auf den Wiesen rings um die Burg sollte in hierher umgesetzten Bauernhöfen und anderen ländlichen Gebäuden eine Anschauung von bäuerlicher Wohn- und Arbeitsweise gegeben werden, als Ergänzung zur Darstellung bürgerlicher und aristokratischer Kultur in Burg, Jagdschloß und Museum. Das erste Rheinische Freilichtmuseum wäre so entstanden, doch leider wurden die hochgesteckten Pläne nicht verwirklicht. 1958, kurz vor Steegers Tod, entschied der Landschaftsverband Rheinland, dieses Institut in der Eifel, in Kommern bei Euskirchen, anzusiedeln.
In seinen letzten Lebensjahren war Steeger darangegangen, die Burgruine behutsam zu restaurieren. Ergänzt wurde nur, was im Interesse der Erhaltung des Bauwerkes nötig war und was der Form und dem Material nach sicher feststand. So bietet die Burg heute mit der völlig intakten Vorburg das unverfälschte Bild einer mittelalterlichen Burganlage.Das "Landschaftsmuseum des Niederrheins", wie Steeger es noch genannt hatte, wurde in den folgenden Jahren weiter ausgebaut. Durch Ankäufe, Schenkungen und vor allem großangelegte archäologische Ausgrabungen erweiterten sich die Sammlungen beständig, und der Raummangel machte sich immer störender bemerkbar. Es wurden Pläne für eine großzügige Erweiterung erstellt, doch gestattete die Finanzlage der Stadt leider bis heute ihre Realisierung nicht. Nachdem schon 1982 die Scheune eines angrenzenden Bauernhofes als Vortragssaal ausgebaut worden war, entstand 1986 ein Verbindungstrakt zwischen Museum und ehemaligem Bauernhof. Zu einem Teil hat dieser die Verwaltungsräume des Museums aufgenommen, der Verbindungsbau dient im Erdgeschoß als Eingangshalle, im 1. Stock als zusätzlicher Ausstellungsraum.

Nach einjähriger Umbauphase wurde 1986 die archäologische Abteilung im Erd- und 1. Obergeschoß nach vollständiger Neuordnung wieder eröffnet, 1988 das 2. Obergeschoß mit den Abteilungen Stadt-und Landesgeschichte. Der Volkskunde des Niederrrheins ist das 3. Obergeschoß gewidmet, das seit 1989 wieder zugänglich ist.

Im Erdgeschoß sind zwei Räume wechselnden Ausstellungen vorbehalten, von denen drei bis vier jährlich mit Themen aus allen Bereichen der Kulturgeschichte veranstaltet werden. Vorträge werden vom "Verein Freunde der Museen Burg Linn e. V." organisiert und durchgeführt. Der Verein fördert das Museum Burg Linn und das Deutsche Textilmuseum. Er bietet darüberhinaus vielfältige kulturelle Veranstaltungen an.

(Quelle: www.krefeld-city.de)

Die Burg Linn ist eine Wasserburg im Krefelder Stadtteil Linn (in Nordrhein-Westfalen). Sie geht auf einen Wohn-, Wehrturm der Edelherren von Lynn zurück, der im 12. Jahrhundert mit einer Größe von ungefähr 7 m × 13 m an dieser Stelle errichtet wurde. Anfang des 14. Jahrhunderts begann der Ausbau bis zur landesherrlichen Verteidigungsanlage. Bis ins 14. Jahrhundert wurde die Burg kontinuierlich erweitert, so dass sie zu einer der größten Wasserburgen des Niederrheins wurde. Zu Beginn des 17. Jahrhunderts wurde die Burg und die Stadt Linn durch Erdwälle und Gräben zu einer einheitlichen Befestigungsanlage mit 5 Bastionen zusammengefasst.

Burg Linn mit angrenzendem Jagdschlösschen

Etwa 100 Jahre später - im Jahre 1702 wurde die Burg durch preußische Truppen komplett zerstört. Die Reparaturarbeiten an der Burg wurden bald wieder eingestellt. Dafür entstand um 1730 in der Vorburg ein Jagdschlößchen.

1794 erklärten die Franzosen unmittelbar nach der Besetzung des Rheinlands die Güter der feindlichen Regierungen zum Eigentum des französischen Staates. Burg und Ländereien wurden veräußert. Seit dem 12. Jahrhundert in kurfürstlichen Besitz wurde die Burg im 19. Jahrhundert mit dem kurfürstlichen Jagdschlösschen, der historischen Zehntscheune und dem großzügigen Umland vom Krefelder Seidenfabrikanten Isaak de Greiff erworben. Letzte Bewohnerin des Jagdschlösschens war bis zu ihrem Tode 1902 Marianne Rhodius, die Nichte seines Sohnes Cornelius de Greiff. Zwischenzeitlich abgebrannt - kam die Burgruine 1926 schlussendlich mitsamt dem Jagdschlösschen in den Besitz der Stadt Krefeld, wurde renoviert und zum Landesmuseum ausgebaut. In den 1980er Jahren wurde sie unpassend neu eingedacht; damit der Besucher eine besseren Rundumsicht hat, wurde das Dach des Bergfrieds auf Ständer gesetzt.

2004/2005 wurde der Park von Burg Linn als herausragendes Beispiel in die Straße der Gartenkunst an Rhein und Maas aufgenommen.

(Quelle: www.wikipedia.de)



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