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Tonenburgangesagte Adresse für Biker
1315 erbaut ist die Tonenburg heute ein beliebter Bikertreff
Als Verteidigungsanlage der Reichsabtei Corvey aus dem 9. Jahrhundert baute Abt Rubert von Horhusen im Jahre Als Verteidigungsanlage der Reichsabtei Corvey aus dem 9. Jahrhundert baute Abt Rubert von Horhusen im Jahre 1315 das "Castrum Tonenburg", dessen Wehrturm mit 2,25 m dicken Mauern und verschiedenen Grundmauern anderer Gebäude der Tonenburg heute noch erhalten sind. 1574 erhielt der Turm einen mächtigen Kamin. Aus dem Jahre 1721 sind Fenster und Barock-Portal. Auch die anderen Gebäude wurden barockisiert. Während der "Höxterschen Rebellion" 1603, im 30-jährigen Krieg und im 7-jährigen Krieg, diente der Burg-Turm als Zuflucht für Äbte und Bevölkerung.Die Abte von Corvey, die auch zeitweise auf der Tonenburg residierten und Schutz suchten, hatten in dem Grafen von Everstein von der Burg Polle ihren grössten Widersacher. Aber die Burg hielt stand. In einem Sühnevertrag zwischen Abt Rubert von Horhusen und dem Rat der Stadt Höxter vom 17.3.1332 heisst es: "... die tonenborch soll für Rat und Gemeinheit zur Verfügung stehen - tho alle oreme behove unde to alle orden norden". Der Abt verspricht auch, dass Corvey "niemals die Tonenborgh verkaufen, versetzen, vertauschen, vergeben oder sonst wie in fremde Hände gelangen lassen solle." Zwei Briefe, die Abt Theodor am 19. November 1602 und am 2. Januar 1603 schrieb, die das Pönal-Mandat Kaiser Rudolf II wider die Stadt Höxter betreffen, sind von der Tonenburg datiert. Interessant ist auch eine Notiz von 1603: "es war auf der Tonenburg, wo Abt Theodor von Beringhausen die hessische Delegation - Otto von Starschedel und Walrad von Boenenburch vorn Thor abgewiesen und nicht empfangen hat". Mitten im 30-jährigen Krieg stellte der General Graf Tilly am 12. Oktober 1623 auf die Tonenburg eine Salvagarde (einen Schutzbrief) aus. 1642 schreibt Abt Arnold von den Nöten des Stiftes und dass die "Tonenburg unseres Stiftes eintzig noch übriges Kleinod ist". Auch im 7-jährigen Krieg lag die Tonenburg mitten im Aufmarschgebiet der Franzosen. Am 18.8.1761 hatte der Preussengeneral von Spörcken unter Herzog Ferdinand von Braunschweig auf der Tonenburg sein Hauptquartier aufgeschlagen und verfolgte von hier aus die sich zurückziehenden Franzosen. Vom Herzog von Ratibor Fürst zu Corvey kaufte Familie Pirone 1995 die gesamte Burg-Anlage, um sie touristisch zu nutzen. (Quelle: www,tonenburg.de)
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