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Schloss Thienhausen

"Herberge der Gerechtigkeit"
August von Haxthausen bezog im Jahre 1840 das Wasserschloss Thienhausen bei Steinheim, welches die Brüder vom aussterbenden dänischen Zweig der Familie gekauft hatten. Thienhausen genoss im 19. Jahrhundert wie Bökerhof den Ruf eines beliebten Künstler- und Literatentreffpunkts. In dieser Herberge der Gerechtigkeit, wie Levin Schücking das Schloß in seinem gleichnamigen Roman nannte, führte der Hausherr ein Leben als Tyrann von Thienhausen.

Nach seiner Rückkehr aus Rußland beschäftigte sich August von Haxthausen im Schloß Thienhausen weiterhin intensiv mit russischen Agrarfragen und beteiligte sich maßgeblich an der russischen Bauernbefreiung von 1861. Diese Bestrebungen gipfelten in seinem theoretischen Hauptwerk über die Russische Agrarverfassung in der Gesetzgebung von 1861 (erschienen 1866).

(Quelle: www.boekerhof.de)



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